Neues Bett für die Platten
Ziemlich genau neun Jahre nach der Pflasterung müssen die klapprigen Granitplatten auf dem Schloßbergplatz wieder neu verlegt werden.

Foto © Bernd Hecke
Damals blieb im Grazer Schloßberg fast kein Stein auf dem anderen. Monatelang wurde gesprengt, um den Lift und den Dom im Berg zu errichten. Und schließlich hat man zur Landesausstellung 2000 in Graz auch dem Schloßbergplatz ein Facelifting verpasst - inklusive Pflasterung mit Granitplatten.
Mai 2000. Erst eine Woche vor der Ausstellungs-Eröffnung Anfang Mai 2000 war der Belag fertig. Doch seit Montag dieser Woche - also fast exakt neun Jahre danach - werden die Platten fein säuberlich wieder entfernt. Aber schon Ende Mai soll die Pflasterung wieder hergestellt sein - übrigens mit den alten Granitsteinen.
Schwerwiegende Folgen. Eine Kleinigkeit, allerdings mit schwerwiegenden Folgen, hatte man 1999 bei der Vergabe der Pflasterung übersehen: den Schwerverkehr für den Transport zum und vom Dom im Berg. Die im Sandbett verlegten Platten haben diese Belastung nicht verkraftet und wurden immer klappriger. Frostaufbrüche verstärkten die Schäden.
Sanierung. So hat man sich jetzt zur Sanierung des Belages auf dem Schloßbergplatz entschlossen. Die Platten werden nunmehr im Mörtelbett verlegt, damit sie dem Schwerverkehr und dem Frost standhalten. Kostenpunkt der Sanierung: 50.000 Euro.
Betonuntergrund aufgefräst. Dafür werden die zehn Zentimeter starken Granitsteine entfernt, dann wird der Betonuntergrund aufgefräst. Schließlich werden die alten Platten auf einem Pflastermörtel neu verlegt. Ehe dann die Zwischenräume mit Fugenmörtel ausgefüllt werden. "Bis auf wenige Quadratmeter sind die alten Pflastersteine wiederverwendbar", versichert man in der Stadtbaudirektion. Insgesamt beträgt die gepflasterte Fläche rund 1400 Quadratmeter.

















