Die große Aussprache mit den Sturm-Fans
Nach den Protesten in Mattersburg stellen sich heute Sturm-Boss Rinner, Foda, Kreuzer und Spieler den Fans. Rinner hat Verständnis.

Foto © GEPASturm-Trainer Franco Foda
Aufregung beim SK Sturm nach dem 0:0 in Mattersburg. Wobei das Spiel selbst zur Randerscheinung degradiert wurde - Hauptthema waren die Fan-Proteste im Anschluss, als der Mannschaftsbus von Hundertschaften belagert wurde.
Mittendrin Hans Rinner. "Es hat sicher wilder ausgesehen, als es war. Wenn hunderte Leute ihren Ärger hinausschreien und viel Polizei dabei ist, sieht das gleich einmal bedrohlich aus. Von Ausschreitungen waren wir aber weit entfernt. Sie wollten Statements vom Trainer und vom Kapitän hören, dann waren sie zufrieden", stellte Rinner klar.
Fans dürfen kritisieren. Trotzdem wird es heute Abend eine Aussprache mit Fan-Vertretern geben. Franco Foda, Oliver Kreuzer, einige Spieler und Rinner selbst werden sich den Anhängern stellen. Für der Boss vollstes Verständnis hat: "Es war wirklich eine schlechte Partie und wir spielen derzeit einen Fußball, den man von Sturm nicht gewohnt ist. Die Fans sind auch in schlechten Zeiten immer zu uns gestanden, da müssen sie auch Kritik äußern dürfen."
Offenes Ohr. In Mattersburg wollten die Anhänger laut Rinner nur ihre Sorgen kundtun: "Das müssen Profis aushalten, die Kritik ist ja nicht frei erfunden. Andererseits haben wir noch Chancen auf Platz drei und dürfen nicht vergessen, dass wir nicht 18 gleichwertige Spieler im Kader haben. Sind einige wie Haas, Muratovic oder Hölzl außer Form, gibt es Probleme. Am wichtigsten ist aber, den Fans zuzuhören."
Foda nachdenklich. Etwas schockiert war Trainer Foda: "Die Aktion stimmt mich sehr nachdenklich, wir spielen ja nicht gegen den Abstieg. Die Erwartungshaltung ist vielleicht zu hoch, davor habe ich immer gewarnt. Schließlich haben wir einen Konkurs abgewendet, Spieler abgegeben, Schulden abgebaut, in ein Trainingszentrum investiert und trotzdem immer unter den Top 4 mitgespielt. Ich möchte die Fans verstehen, hoffentlich lösen wir das heute auf."













