Richtlinie gegen sexistische Plakatwerbungen in Planung
Eine Watchgroup prüft derzeit Plakatflächen in Graz auf ihre sexistischen Inhalte. Außerdem ist ein Passus gegen solche Werbung in den Geschäftsbedingungen des Außenwerbungsspezialisten "Ankünder“ geplant.

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Sexismus und Diskriminierung stehen in der Werbung an der Tagesordnung, deshalb haben SP-Stadträtin Elke Edlinger und die Frauenbeauftragte der Stadt, Maggie Jansenberger, nun eine eigene Watchgroup initiiert, die Plakatflächen in der Stadt auf sexistische Inhalte prüft. Die entlang der Grazer Straßen - gerade zu Frühlingsbeginn - sprießenden Dessous- und Bikini-Sujets dürften damit ins Visier dieser Gruppe geraten.
Werberat. Dieter Weber, Geschäftsführer des "Ankünders“, geht davon aus, dass es sehr schwierig sein wird, ein allgemeines Verbot gegen sexistische Werbung durchzubringen, da diese Art von Werbung in allen Medien stattfindet. Außerdem wird sie von nationalen Kunden eingebucht, auf die man in der Steiermark wenig Einfluss nehmen könne. Weber glaubt, dass die Gespräche zu einer möglichen Richtlinie mit Stadtrat Rüsch sehr konstruktiv sein werden und man sich hier an die Richtlinien des Werberats halten wird. Edlinger bezeichnet den Werberat allerdings als "zahnloses Instrument".
Strengerer Passus. Würde es zu einem strengeren Passus in den Geschäftsbedingungen des Ankünders kommen, wäre dies für das Unternehmen auch geschäftsschädigend, weil die Kunden dann einfach woanders buchen würden, erklärt Weber. Würden alle Werbungen mit Frauen im Mittelpunkt wegfallen "würde das einen Einbruch bei den Einnahmen von 40 bis 60 Prozent bedeuten." Weber plädiert daher für ein generelles Werbeverbot von sexistischen Werbungen, in allen Medien. "Macht man nur in Graz eine Ausnahme, würde die Werbung auf anderen Plattformen ja durchaus weiter stattfinden", so Weber.
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Fakten
Der "Ankünder" ist ein Unternehmen der Graz AG.















