TU Graz beherbergt "Frauenfrühlingsuni 2009"
Sechs Tage genderspezifische Wissensvermittlung ab 3. April - auch für Nicht-Akademikerinnen ab 14 Jahren.
Die Tradition der Frauensommerunis der 1970er-Jahre greift die "Frauenfrühlingsuni" (FFU) ab kommendem Freitag an der Technischen Universität Graz wieder auf. Sie will mit ihren rund 50 Workshops zu genderspezifischen Themen nicht nur Studentinnen, sondern alle interessierten Frauen ab 14 Jahren ansprechen. Erwartet werden 200 bis 300 Teilnehmerinnen, so Mitorganisatorin Lisa Scheer.
Workshops. Nach langer Pause wurde vor drei Jahren die Idee der kurzzeitigen Frauenuniversität von engagierten Studentinnen an österreichischen Universitäten wieder aufgenommen. Seither fanden einwöchige Frauenfrühlingunis in Wien und Salzburg statt. Diesmal bieten Wissenschafterinnen als auch Praktikerinnen von frauenspezifischen Institutionen aus ganz Österreich an der Grazer TU jeweils dreistündige Workshops an.
Aufklärungsarbeit.
"In den Workshops geht um Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Benachteiligung, Bewusstseinsbildung, die Durchsetzung der Rechte bis hin zur Geschichte des feministischen Aktionismus", schildert Geschlechtersoziologin Scheer. Man wolle auf einem niederschwelligen Niveau Aufklärungsarbeit leisten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, wie gegen Diskriminierungen vorgegangen werden kann. Angeboten werden aber auch Kurse zur geschlechtsensiblen Sprache, zu den verschiedenen Positionen der Frauenbewegung im europäischen und amerikanischen Raum, über feministische Kultbücher der 1970er- und 1980er-Jahre oder zu geschlechtsspezifischen Unterschieden im Prozess des Älterwerdens.
"Im Sinne des Austausches und der breiten Diskussion" sind in diesem Jahr erstmals auch Männer zu einem "Abend der offenen Tür" (Sonntag, 5. April) eingeladen. Für Teilnehmerinnen mit Kindern wird eine Kinderbetreuungsmöglichkeit angeboten.
Features
Fakten
"Frauenfrühlingsuni", 3. bis 8. April, Alte Technik, Rechbauerstraße 12, 8010 Graz.














