Grazer Promi-Wirt: Noch keine Bestätigung einer Gewalttat
Bericht der guatemaltekischen Polizei ist weiter ausständig. Die Leiche des 64-Jährigen wurde laut Außenministerium bereits kremiert.

Foto © StuhlhoferPromi-Wirt Peter Hasler
Hinsichtlich des Todes des früheren Grazer Promi-Wirtes Peter Hasler ("Stainzerbauer") in Guatemala gab es am Montag laut Außenministerium noch keine neuen Erkenntnisse. Man warte nach wie vor auf den Polizei- und Obduktionsbericht, erklärte Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal auf APA-Anfrage. Man könne lediglich bestätigen, dass der Leichnam des Grazers nach der Autopsie kremiert worden sei und die Urne nun bei einem Freund der Familie in Guatemala verwahrt werde.
Haus ist versiegelt. Die Familie des Toten habe in Österreich zwei Anwälte beauftragt, die nun in der Causa tätig werden sollen. Das Haus des Grazers in Guatemala City sei nach einer erneuten Begehung mit einem Rechtsanwalt, der Polizei und dem dortigen österreichischen Honorarkonsul versiegelt worden, wie die für das mittelamerikanische Land zuständige österreichische Botschaft in Mexiko berichtete. Wann die sterblichen Überreste Haslers in die Heimat gebracht werden können, sei noch nicht klar.
In seiner Wohnung ermordet? Nach Medienberichten soll Hasler in seiner Wohnung in Guatemala City ermordet aufgefunden worden sein. Dabei wurde über Raubmord oder ein Beziehungsdelikt spekuliert. Der Ex-Gastronom war erst im Oktober 2008 in Graz vor Gericht gestanden. Er hatte seinen Ex-Freund angeschossen, nachdem ihm dieser die Schulter gebrochen hatte. Der Richter sprach damals von einer "sehr, sehr traurigen Beziehungsgeschichte", bei der gegenseitige Verletzungen öfters vorgekommen waren.
Ex-Freund wieder in der Steiermark. Der damals ebenfalls angeklagte 42-jährige Ex-Freund, mit dem Hasler sechs Jahre davor nach Guatemala gezogen war, hatte sich zu dieser Zeit längst von seinem ehemaligen Partner getrennt und lebte in der Steiermark. Seinen Ruhestand in Guatemala verbrachte Hasler in einem bescheidenen Haus, für die Verhältnisse in dem mittelamerikanischen Land galt er aber als wohlhabend.

















