Diagonale 09 endete mit 23.000 Besuchern und positivem Resümee
Mit einem positiven Resümee und in zufriedener Gesamtstimmung ist die zwölfte Diagonale in Graz am Sonntag zu Ende gegangen.

Foto © KLZ DIGITAL/Scheriau
"Wir können auf ein erfolgreiches Festival zurückblicken",
bilanzierte Neo-Intendantin Barbara Pichler bei der
Abschlusspressekonferenz. Die hochgerechneten Zahlen ergaben für das
im Vergleich zum Vorjahr stark gestraffte Programm rund 23.000
Besucher und eine Kino-Auslastung von rund 70 Prozent. "Das ist eine
deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr."
Großer Diagonale Preis. Am Vorabend hatte Michael Glawogger für seine
Josef-Haslinger-Verfilmung "Das Vaterspiel" überraschend den Großen
Diagonale Preis für den besten Spielfilm erhalten. Als bester
Dokumentarfilm des vergangenen Filmjahres wurde "In die Welt" von
Constantin Wulff über eine Wiener Geburtsklinik geehrt. Beide
Auszeichnungen sind mit je 15.000 Euro sowie diversen Sachpreisen
dotiert. Der Preis für Innovatives Kino der Stadt Graz im Wert von
6.000 Euro ging an Michael Palm für "Laws of Physics". Der
Publikumspreis ging an den Eröffnungsfilm "Kleine Fische" von Marco
Antoniazzi. Insgesamt wurden Preise im Wert von mehr als 170.000 Euro
vergeben.
Großes Interesse. . Pichler präsentierte sich am Sonntag rundum entspannt. Sie ortete
großes Interesse am österreichischen Kino sowohl vonseiten des
Publikums als auch vonseiten der Branche. Insgesamt waren 1.200
internationale Branchengäste akkreditiert, rund 100 Filmemacher und
Filmemacherinnen stellten sich im Anschluss an die Programme den
Fragen des Publikums. Für die Kinoveranstaltungen wurden 17.000
Tickets vergeben, bei den Rahmenveranstaltungen (wie Diskussionen,
den Ausstellungen "Concept Film (I)" und "Interrogation Room" sowie
der Nightline) wurden 6.000 Besucher gezählt.
41 Vorstellungen ausverkauft. Bei 30 Kinovorstellungen weniger als im Vorjahr kamen heuer rund
3.000 Besucher weniger nach Graz. Insgesamt waren 41 Vorstellungen
ausverkauft. Vor allem auch die Schulvorstellungen seien sehr gut
nachgefragt gewesen, erläuterte Pichler, die zum Abschluss "mit
Selbstbewusstsein" auch ein Bekenntnis der Politik zum
österreichischen Film einforderte: "Film muss man sich leisten und
man muss ihn sich leisten wollen." Schon zum Auftakt der Diagonale
waren Josef Hader und Birgit Minichmayr mit den Schauspielerpreisen
ausgezeichnet worden.


















