Musikvereinsdebüt: Raffinierte klangliche Feinarbeit
Musikvereinsdebüt des L'Orfeo Barockorchesters.
Die elegant und spritzig servierte Zugabe machte Appetit auf mehr: Mit der Ouvertüre zu "Il signor Bruschino" machte das L'Orfeo Barockorchester prickelnde Werbung für die drei szenischen Aufführungen von Gioacchino Rossinis Oper, mit denen es ab morgen sein angestammtes Territorium verlässt.
Kammerkonzert. Sein Grazer Musikvereinsdebüt feierte das 1996 in Linz gegründete Ensemble hingegen mit einem Kammerkonzert im Stephaniensaal, bei dem es seine Kompetenz in seinem vertrauten, nachbarocken Repertoire ausspielen konnte. Der Bogen spannte sich von der Mannheimer Schule bis zur Wiener Klassik, von Anton Fils und Antonio Rossetti über Christoph Willibald Gluck bis zu Wolfgang Amadeus Mozart.
Kontraststark und temperamentvoll. Von Michi Gaigg zunächst als Stehgeigerin und nach der Pause als Dirigentin geleitet, musizierte das L'Orfeo Barockorchester sehr detailgenau, kontraststark und temperamentvoll. Es versucht aber nie, durch fetzige Tempojagd zu überrumpeln, sondern begnügt sich mit lebhaftem Elan, begeistert lieber mit subtiler Feinarbeit und klanglichen Finessen, mit Charme und duftiger Leichtigkeit.
"Il signor Bruschino" von Gioacchino Rossini im Kammermusiksaal im Grazer Congress: 21., 22., 23. (19.45 Uhr) März, 18 Uhr.
Karten: Tel. (0 31 6) 82 24 55.














