Grazer Citybike kommt in die Gänge
Leihrad-Projekt in der Zielgeraden: Drahtesel für bestimmte Zielgruppen sollen nun ebenso zum Zug kommen wie Radstationen für alle Grazer.

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Im Frühjahr 2008 geht's los. Sagte Stadtrat Gerhard Rüsch 2007. Doch bis heute fehlt vom "Citybike" jede Spur. Geht es nach Rüschs Nachfolgerin, Verkehrsreferentin Lisa Rücker (Grüne), soll sich das nun endlich ändern: Rücker hat mit Experten ein Leihrad-System ausgetüftelt, das allen Grazern entgegenkommen und ab Herbst zumindest schrittweise starten soll.
Ja, man habe viel Arbeit investiert, nickt Rücker. Es sei aber wichtig gewesen, "dass das Angebot maßgeschneidert für unsere Stadt und attraktiv und komfortabel für die Menschen, die es nutzen sollen, ist". Was das heißt?
Radstationen: Rücker will die Systeme anderer Städte nur zum Teil übernehmen: So sollen fixe Leihrad-Stationen bloß an neuralgischen Punkten in der Stadt installiert werden. Dabei ist geplant, dass Kunden zum Handy greifen und ein Rad per SMS reservieren.
Zielgruppen: Parallel dazu soll der Schwerpunkt auf Räder für Zielgruppen gelegt werden - allen voran denkt man an Touristen und Studenten. Letztere etwa könnten individuell einen Semestervertrag für ein Leihrad abschließen - "zu einem günstigen Preis, der auch Reparaturen beinhaltet", heißt es im Büro Rücker.
Sponsoren: Derzeit wird noch an der Abdeckung der laufenden Kosten getüftelt. Daher soll in den nächsten Wochen geklärt werden, wie künftig Firmen auf den Leihrädern werben können - und welche Rolle die Graz-AG-Tochter "Ankünder" dabei spielt.
Kurioses Detail: Radprofi und Dopingsünder Bernhard Kohl meldete sich kürzlich bei Rücker. Er warb für ein System, das Werbung auf Fahrradspeichen ermöglicht. Man werde ihn noch von der Tour de France her kennen, schrieb Kohl . . .














