TUIfly fliegt auf Air Berlin
Der Ferienflieger TUIfly will endlich bei der Air Berlin landen und könnte damit die zweitgrößte deutsche Airline nach Graz bringen.

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Nach jahrelangen vergeblichen Fusionsbemühungen will der deutsche Ferienflieger TUIfly nun enger mit Air Berlin zusammenrücken. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin, Viertel-Partner von Niki Laudas "FlyNiki", will sich mit bis zu 20 Prozent an TUIfly beteiligen. Die Londoner TUI Travel, in der TUI sein Reiseveranstalter- und Fluggeschäft gebündelt hat, soll im Gegenzug ebenfalls bis zu ein Fünftel der Air-Berlin-Aktien kaufen. Damit könnte die von Experten lange erwartete Konsolidierung am deutschen Ferienflugmarkt einen Schritt vorankommen. Angesichts der Wirtschaftskrise rechnen Flughäfen und Fluggesellschaften 2009 mit einem schrumpfenden Markt. Dies dürfte den Preiskampf noch einmal verschärfen. Noch gibt es keine Organbeschlüsse oder gar kartellrechtlich Grünes Licht für die neue Billigflieger-Allianz. Die TUI-Gremien tagen Anfang nächster Woche.
Air Berlin könnte ersten Plänen zufolge die Städteverbindungen übernehmen und damit auch den Flughafen Graz ansteuern, der Charterbereich soll TUIfly vorbehalten bleiben. Angeblich sollen etwas mehr als die Hälfte der 41 TUIfly-Flugzeuge im Charterbereich bleiben, der Rest gehe in das City-Geschäft von Air Berlin über.
Zweitgrößte Fluggesellschaft. Air Berlin ist in Deutschland nach der Lufthansa die zweitgrößte Fluggesellschaft und die größte Billigfluglinie. Europaweit nimmt das Unternehmen den dritten Rang unter den Billigfliegern ein. Seit 2004 ist Air-Berlin-Chef Joachim Hunold zu einem Viertel an "FlyNiki" beteiligt. Am Flughafen Wien hat die Gruppe Air Berlin/Niki Ende 2008 bereits fast 14 Prozent aller Passagiere gestellt. Lauda hatte zuletzt prognostiziert, dass das Duo heuer gemeinsam an die 20 Prozent Marktanteil herankommen könnte.

















