Jetzt greift Foda durch: Training um Mitternacht
Erste Konsequenzen nach Sturms Fehlstart: Trainer Franco Foda bat seine Truppe zur "Nachtarbeit". Vor dem Ried-Spiel am Freitag wird das Team kaserniert - erstmals.

Foto © APTrainer Franco Foda will Kampfgeist sehen
Der Fehlstart ins Frühjahr hat bei Sturm zu Konsequenzen geführt. Noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Franco Foda eine erste Maßnahme gesetzt. Unmittelbar nach der Ankunft in Graz ließ er seine Spieler Runden drehen - um Mitternacht bei Flutlicht. Foda will die Einheit zur Geisterstunde nicht als Straftraining verstanden wissen, sondern als ganz normale Regernation. "Wir haben am Freitag ein Spiel, ein Straftraining wäre verantwortungslos", sagt der Deutsche.
Maßnahmen. Auch wenn Foda die "Nachtarbeit" herunterspielt. Es war der erste Fingerzeig in Richtung Mannschaft. Ganz nach dem Motto: Ich kann auch anders. Und der Trainer setzt weitere Maßnahmen. Private Termine sind für die Spieler ab sofort passé. "In den kommenden sechs Wochen darf es keine Nebenschauplätze geben, keine Form der Ablenkung. Sie sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist in diesem Fall der Fußball", sagt der 42-Jährige. "Die Burschen müssen Fußball leben. Täglich 24 Stunden lang, von morgens bis abends."
Wille. Mit einer Kasernierung vor dem Ried-Spiel am Freitag (20.30 Uhr) leistet der Trainer seinen Schützlingen eine erste Hilfestellung für die neue Lebensweise. Die Maßnahme ist als Weckruf gedacht. Foda hält von Kasernierungen vor Heimspielen nicht viel, hat diese bisher auch nie praktiziert. Diesmal schon. Im Hotel Ochensberger in St. Ruprecht/R. wird der Trainer einige Einzelgespräche führen. Einsatz, Biss, Laufbereitschaft und der unbedingte Wille ein Spiel zu gewinnen.
Harte Arbeit. Diese Eigenschaften hat der Coach in den vergangenen Spielen vermisst. "Ich will, dass die Spieler wieder jenen Fußball zeigen, mit dem sie ganz Fußball-Österreich im Herbst begeistern konnten", sagt Foda. Dafür ist harte Arbeit nötig, in jedem Training. Er wisse um die Qualität seiner Spieler, aber sie müssen ihres dazu tun, um aus dieser Negativserie so schnell wie möglich herauszukommen. "Egal wie, aber gegen Ried müssen drei Punkte her", sagt Foda. Und Manager Oliver Kreuzer fügt hinzu: "Jetzt muss die Mannschaft Charakter zeigen. Und das wird sie auch tun."













