Kein Ziel, kein Vorbild - gesiegt wird aber im Schnellverfahren
Christine Huck, Österreichs jüngste Judo-Staatsmeisterin, legt Gegnerinnen im Akkord flach.
Mit Superlativen soll man ja generell vorsichtig sein. Im vorliegenden Fall ist das allerdings gar nicht so einfach. Christine Huck ist nun einmal die jüngste Judo-Staatsmeisterin der österreichischen Geschichte. Wäre sie nur sechs Tage später, also am 1. Jänner 1994, geboren worden, hätte sie nicht einmal mitkämpfen dürfen bei den Staatsmeisterschaften in Stockerau. Weil sie noch zu jung gewesen wäre.
Alle Kämpfe gewonnen. Ebenfalls nicht zu toppen: Die 15-Jährige hat alle Kämpfe durch "Ippon" (quasi in K. O.-Manier) gewonnen. Eine Tatsache, die von der HTL-Schülerin mit folgendem lockeren Spruch quittiert wird: "Ich war wohl ziemlich gut drauf. Vielleicht wollte ich die Kämpfe aber auch nur schnell hinter mich bringen." Mit der Art und Weise, wie sie ihre Kämpfe hinter sich brachte, hatten dann sogar die Nationalteamtrainer ihre helle Freude.
Alles gewonnen. Womit man logischerweise zu den Zielen der Grazerin kommen sollte. Die gibt sich diesbezüglich aber bedeckt. Sagt zwar, dass sie heuer noch zur WM, der EM und den Europäischen Olympischen Jugendspielen fahren will. "Fernziele habe ich aber keine - wirklich nicht!" Vorbilder? "Gibt es auch keine."
Gewonnen. Christine Huck hat alle österreichischen Meisterschaften, bei denen sie angetreten ist, gewonnen und hält jetzt bei sechs Titeln. Wie oft sie Landesmeisterin geworden ist, weiß sie nicht genau.
Entwicklungsmöglichkeiten.
Features
Christine Huck
Geboren, 25. Dez. 1993
Wohnort: Graz
Verein: Judo Creativ Graz
Gewichtsklasse: bis 48 Kilo
Größte Erfolge: Ein Staatsmeistertitel, fünf Mal österr. Meister, Nachwuchssportlerin 2007, Youth Award 2008












