Foschungspreis geht zum dritten Mal an TU Graz
Der mit 100.000 Euro dotierte Dr. Wolfgang-Houska-Preis, eine Auszeichnung für besonders praxisorientierte Projekte an Österreichs Universitäten, geht zum dritten Mal an die Technische Universität (TU) Graz.

Foto © KLZ DIGITAL/ScheriauTU Graz
Ausgezeichnet
wurde ein Team um die Bauingenieure Lutz Sparowitz und Bernhard
Freytag für die Entwicklung nachhaltiger Brückenbausysteme unter
Einsatz eines neuen Materials. Ein zweites Projekt aus dem Bereich
der Informatik erreichte den vierten Platz.
"Großartiger Erfolg". "Das ist ein großartiger Erfolg für unsere Forscher und eine
Bestätigung für die Linie der TU Graz, die beständig Spitzenleistung
fördert", so TU-Rektor Hans Sünkel. Die TU Graz spannt nicht nur
besondere Brücken zwischen Wissenschaft und ihre Forscher bauen auch
tatsächlich Brücken aus neuen Baustoffen, die weit länger halten als
bisher bekannte Materialien.
Mineralischer Baustoff. Die Grazer Bauingenieure setzten dazu einen neuen mineralischen
Baustoff ein, der gleich wie normaler Beton in einem
Kaltgussverfahren mit geringem Energieaufwand verarbeitet wird, aber
weit bessere Eigenschaften im Hinblick auf Festigkeit und chemische
Widerstandsfähigkeit aufweist. Für Infrastrukturbauwerke wie etwa
Brücken bedeutet diese Entwicklung eine wahre Revolution: Die
Lebensdauer der Bauwerke wird etwa verdoppelt, die Kosten deutlich
reduziert.
Vierter Preis. Den vierten Preis gewann ein Projekt aus dem Bereich Informatik:
Ein Forscher-Team rund um Dieter Schmalstieg wurde für ein "Augmented
Reality-System" zur Visualisierung von unterirdischer
Leitungsinfrastruktur ausgezeichnet.
Houska Preis. Der Houska Preis wurde im Juni 2005 erstmals verliehen und ist
nach dem im selben Jahr verstorbenen Vorstandsvorsitzenden der B & C
Privatstiftung Dr. Wolfgang Houska, benannt. Mit dem Preis soll ein
Anreiz für die Universitäten geschaffen werden, ihre Ergebnisse in
Kooperation mit der österreichischen Wirtschaft in die Praxis
umzusetzen. Jede Universität schlägt drei Projekte vor, in den
vergangenen vier Jahren wurden zehn der zwölf von der TU Graz
eingereichten Projekte aus diversen Fachbereichen prämiert.














