Weltklassepianist Arcadi Volodos feierte Graz-Debüt
Erst nach vier Zugaben ließen die begeisterten Besucher des Solistenkonzerts des Musikvereins für Steiermark den russischen Debütanten ziehen.
Der Russe Arcadi Volodos (37) faszinierte am Freitag im Stephaniensaal mit einem fulminanten Klavierabend.
Akrobatische Fingerfertigkeit. Um seinem Image als Tastenlöwe mit akrobatischer Fingerfertigkeit entgegenzusteuern, unternahm Volodos erst am Schluss des offiziellen Programms mit Franz Liszts Dante-Sonate einen atemberaubenden pianistischen Parforceritt. Aber auch hier stellte er seine fulminante Virtuosität nicht als Selbstzweck aus.
7. Klaviersonate. Nicht auf einem Klavierhocker, sondern auf einem Stuhl mit Lehne Platz nehmend, hatte er den Abend mit vier kleinen Stücken (im Prélude op.11/16 unterstrich er die Verwandtschaft mit Chopins Trauermarsch) und der 7. Klaviersonate von Alexander Skrjabin eröffnet, deren Vortragsanweisung "mystérieusement sonore" er in pure Klangmagie umsetzte.
Harmonische Schärfe. Maurice Ravels "Valses nobles et sentimentales" stattete er mit der nötigen harmonischen Schärfe aus und dank seiner manuellen Souveränität verdeutlichte er auch die Gleichzeitigkeit zweier Rhythmen im ersten Walzer. Mit kontrollierter Sensibilität und artikulatorischer Deutlichkeit ließ er die "Waldszenen" von Robert Schumann in vielen Farben schillern.
CD. Sein Grazer Programm nimmt er heute im Wiener Musikverein live für eine CD auf, die im September erscheinen soll.
















