Magna präsentiert in Genf Elektroauto
Magna sorgt auf dem Genfer Salon wieder einmal für Spannung: Mit dem Mila EV präsentiert der Stronach-Konzern mehr als nur ein Elektroauto.

Foto © Magna SteyrSaubere Sache: Der schicke E-Flitzer in der Größe eines VW Polo bietet vier Personen Platz, Reichweite 150 Kilometer
Die Autowelt blickt in den nächsten zwei Wochen gebannt nach Genf, wo die gebeutelte Branche ihre Überlebens-Szenarien zur Schau stellen muss. Zu den Ausstellern, die der Krise offensiv begegnen, zählt der Zulieferer und Auftragsfertiger Magna, der die Bühne in der Schweiz erneut für einen spektakulären Auftritt nützt: Schoben die Grazer im Vorjahr mit dem Mila Alpin die Studie eines geländegängigen Hybrids ins Rampenlicht, wird nächsten Dienstag die Weltpremiere des ersten Magna-Elektroautos zelebriert.
Botschaft. Die Botschaft, die Magna bei der wichtigsten Automesse des Jahres absetzt, ist klar. Mit dem Mila EV (EV steht für Electric Vehicle) will Magna seine Kernkompetenz für die Entwicklung und Fertigung von zukunftsweisenden Alternativ-Fahrzeugen demonstrieren. Kernstück des 3,86 Meter langen Fünftürers ist die kompromisslos für diese Technologien entwickelte Plattform, die Magna den Herstellern schmackhaft machen will.
150 Kilometer Reichweite. Der Prototyp entspringt einer Zusammenarbeit aller Magna-Gruppen, auch die Lithium-Ionen-Batterie wurde von Magna entwickelt. Der Elektromotor leistet 67 PS. Magna spricht von einer Reichweite von maximal 150 Kilometern, ehe der "Saft" zu Ende geht und der Stromer für zweieinhalb Stunden an die Starkstrom-Dose muss.
Autokrise. In den USA ist Magna bereits als Kooperationspartner von Ford für die Elektrifizierung eines Fahrzeugs verantwortlich: Der E-Focus soll in den USA 2011 starten. Die Autokrise setzt freilich auch Magna zu. Im vierten Quartal 2008 schrieb man rote Zahlen, unter dem Strich blieb ein Gewinn von 71 Millionen US-Dollar. Die Zahl der bei Magna-Steyr in Graz gefertigten Autos brach um 60 Prozent ein.
50.000 Autos. Heuer sollen nur knapp 50.000 Autos vom Band laufen. Laut Gerüchten soll Magna den Einstieg bei Ex-Partner Deripaska prüfen, dessen Autokonzern GAZ vor der Pleite steht.
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Heuer sollen knapp 50.000 Autos vom Band laufenFoto © Mangna Steyr

















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