Alkoholisierte Grazerin stach Lebensgefährten in die Brust
Paar schlief noch Rausch aus - Bekannter verständigte erst Stunden später den Notarzt.
Eine 41-jährige Grazer Frühpensionistin hat Mittwoch früh ihrem Lebensgefährten mit einem Küchenmesser in der gemeinsamen Wohnung in die Brust gestochen und ihn schwer verletzt. Dies teilte die Bundespolizeidirektion Graz am Donnerstag mit. Der 49-jährige Rentner und seine Partnerin waren so schwer alkoholisiert, dass sie sich trotz der schweren Verletzung des Mannes schlafen legten. Erst am Mittwochabend verständigte ein Bekannter Rettung und Polizei.
Zechtour. Am Heimweg nach einer gemeinsamen Zechtour kam es am Mittwoch gegen 2.00 Uhr zwischen der schweralkoholisierten Grazerin und ihrem Lebensgefährten im Stiegenhaus ihrer Wohnanlage nahe der Triesterstraße zu einer heftigen Auseinandersetzung. Laut Aussage der 41-Jährigen habe ihr Partner sie mit Faustschlägen traktiert. In der Wohnung eskalierte dann die Situation: Die Frau nahm ein sogenanntes Asia-Messer mit einer großen Klinge und stach ihrem Lebensgefährten in die Brust. Das hinderte das Paar aber nicht daran, sich schlafen zu legen.
Stichwunde. Donnerstag früh kam ein Freund auf Besuch, sah die Stichwunde des Mannes und versorgte sie. Der Verletzte weigerte sich aber, das Rote Kreuz zu rufen. Erst am Donnerstagabend gegen 18.00 Uhr verständigte ein anderer Bekannter Notarzt und Polizei - mit einer acht Zentimeter langen und zwei Zentimeter tiefen Schnitt- und Stichverletzung wurde das Opfer ins Krankenhaus gebracht.
Einvernahme. Bei der Einvernahme durch die Polizei war die Frühpensionistin geständig, könne sich aber aufgrund der Alkoholisierung nicht mehr an alle Tatumstände erinnern. Dass es vor dem Messerstich schon zu Handgreiflichkeiten seitens des Mannes gekommen sei, dürfte jedoch stimmen, da die Frau Verletzungen aufwies. Ihr Lebensgefährte konnte am Donnerstag das Krankenhaus verlassen. Die Frau wurde angezeigt.
















