"Verdrehte" Kasemattenbühne kostete 670.000 Euro
Mitte Mai wird auf dem Grazer Schloßberg die neue Kasemattenbühne eröffnet. Nach dem sechsmonatigen Umbau wurde gestern der Vorhang erstmals feierlich gelüftet.

Foto © ScheriauDie Bauarbeiten
Szene eins, helllichter Tag. Blick auf die nagelneue Bühne aus kaltem Beton. Von vorn betreten einzelne Gäste das gute Stück mit leicht skeptischem Blick. Es wird getuschelt. . .
Und Vorhang! Denn die offizielle Präsentation der neuen Kasemattenbühne war gestern erst wenige Minuten alt, da konnten Christoph Thoma, Leiter der Spielstätten-GmbH, und Bürgermeister Siegfried Nagl alle beruhigen: "Noch ist es eine Baustelle, aber in zwei Wochen ist die Bühne fertig und der Beton nicht mehr zu sehen."
Genauer Zeitpunkt. Um genau zu sein zwischen dem 15. und dem 17. Mai, wenn die umgebaute Bühne auf dem Grazer Schloßberg mit einem dreitägigen Fest eröffnet wird.
670.000 Euro. Schon gestern luden die Hausherrn zu einem ersten Blick auf eine Spielstätte, die nun in jeder Hinsicht den Anforderungen der Zeit entspreche - "ohne auch nur eine Spur ihres einstigen Ambientes eingebüßt zu haben", so Nagl.
"Kasematten Neu". Es war im Herbst 2008, als das 670.000 Euro teure Unterfangen "Kasematten Neu" gestartet wurde. Dabei wurden in erster Linie die Bühne um 180 Grad gedreht und neue unterirdische Künstlergarderoben geschaffen. "Anstelle dieses scheußlichen Containerdorfes vor der Haustür", wie Christoph Thoma betonte.
Viele Vorteile. Letztlich habe der Umbau vor allem für das Publikum viele Vorteile gebracht. "Im Vergleich zur alten Situation konnten wir sowohl die Zahl der Sitz- als auch jene der Stehplätze erhöhen. Und erste Messungen in Hinblick auf die Akustik sind sehr vielversprechend", richtete Thoma einzelnen Veranstaltern aus, die harsche Kritik geübt hatten - und nun wieder mit von der Partie seien, wie er hinzufügte.
Kleinere Bühne. Allein, die neue Bühne sei von den Grundmaßen her tatsächlich um knapp zwölf Quadratmeter kleiner als die alte. "Sie ist aber jederzeit erweiterbar", betonte gestern Michael Krainer vom Bauherrn Graz AG und verwies auf den Orchestergraben sowie auf die "ständig bespielbare Hinterbühne".
Das erste Konzert. Betreten werden die neuen Bretter, die die Welt bedeuten, erstmals am 15. Mai von der türkischen Sängerin Aynur. Ihr folgen unter anderen CocoRosie, Konstantin Wecker, Alfred Dorfer und die Teilnehmer des springnine-Festivals - zu Preisen, die "vergleichsweise sehr weit unten angesiedelt sind", wie Geschäftsführer Thoma versicherte. "Die Eintrittspreise für die Patti Smith zum Beispiel werden bei uns um ein Drittel günstiger ausfallen als in Wien."
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Kasematten neu
Im Herbst 2008 wurde der Umbau auf dem Schloßberg gestartet: Die Kasemattenbühne wurde um 180 Grad von der West- auf die Ostseite gedreht, zugleich wurden Garderoben und Infrastruktureinrichtungen versenkt.
Bühne und Schloßberg-Restaurant teilen sich künftig einen Vorplatz.
Die Kosten für den Umbau: rund 670.000 Euro.
Am 15./16. Mai geht das Eröffnungsfest über die neue Bühne, weiters ist unter anderem ein mehrtägiges Kubafestival im Juli bereits gebucht.







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