Nächster Parksünder vor der "Häf`ntür"
Eine notorische Parkgebühr-Verweigerin sitzt ihre Haftstrafe ab. Einem weiteren Parksünder blüht bald der Arrest. Die Exekution ist schon im Laufen.

Foto © Erwin ScheriauParksündern blüht manchmal sogar der Arrest
Wer glaubt, jene Grazerin, die wegen hartnäckiger Verweigerung der Parkgebühren und der folgenden Strafen - in Summe rund 25.000 Euro - hat alleine den Vogel abgeschossen, kann im Grazer Parkgebührenreferat eines Besseren belehrt werden. Wie berichtet, hat diese 38-jährige Dame Anfang Jänner ihre Ersatzfreiheitsstrafe im Ausmaß von 500 Tagen antreten müssen. Sie könnte im Arrest bald einschlägige Gesellschaft bekommen. Ein bald 30-jähriger Steirer hat nun aber sogar eine Strafsumme von über 32.000 Euro angehäuft. Auch ihm droht Ersatzarrest.
Das Sündenregister des neuen Falles liest sich nicht weniger spektakulär als jenes der 38-Jährigen. Seit Ende 2007 hat er 199 Organmandate ausgefasst. "Bisweilen ist er sogar auf zwei Eintragungen pro Tag gekommen", erklärt der Leiter des Grazer Parkgebührenreferates, Gottfried Pobatschnig. Und der Steirer, der zwar ein Auto mit Grazer Kennzeichen gefahren hat aber hier nicht seinen Hauptwohnsitz hatte, ignorierte ebenso nicht nur jedes Organmandat sondern alle weiteren Verfahrensschritte und Strafaufforderungen. "Derzeit ist gerade das Exekutionsverfahren im Laufen. Sollte sich herausstellen, dass die offene Strafsumme auf diesem Wege nicht einzutreiben ist, wird dem jungen Herren die Aufforderung zum Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe zugestellt", schildert Pobatschnig den Verfahrenslauf. Wird dann auch nicht gezahlt, heißt es wohl ab in den Häf'n.
"Schlichte Realitätsverweigerung".
Solche Fälle mit "schlichter Realitätsverweigerung" seien in Graz aber trotzdem nur die ganz seltenen "Ausreißer", versichert der Chef des Parkgebührenreferats. Lediglich die ähnliche Geschichte einer Autofahrerin um die 50 sei derzeit auch in Bearbeitung.
Medieninteresse.
Der Fall der 38-jährigen jetzt in Haft befindlichen Parksünderin stößt auf ziemlich großes Medieninteresse über die Grenzen Österreichs hinaus. So waren am Mittwoch Teams der TV-Anstalten "Pro7" und SAT.1" bereits in der Steiermark auf Dreh.
















