"Kuchen oder Krümel?" - Kleine Zeitung-Arena über kulturelle Arbeit
"Kuchen oder Krümel?" Bei einer Kleine Zeitung-Arena wurden Probleme der Bewertung und der Finanzierung von kultureller Arbeit diskutiert. Kultiviert.
Nachher, im romantisch rieselnden Schnee, Getränk und/oder Zigarette in Händen, drehte sich alles um das Familientreffen, das man gerade hinter sich hatte. Irgendwie anstrengend. Irgendwie schön. Wie solche Treffen halt sind.
Ein Traum. Natürlich war auch ein bisschen gestritten worden. Vater war streng gewesen und hatte, unterstützt von seinem Schwager, ein paar Dinge gesagt, die so natürlich nicht stimmten. Meinten zumindest die Sprösslinge. Die ihrerseits Sachen sagten, die Papa unpassend fand. Aber letztlich verstanden sie ihn und er sie. Schließlich standen alle auf ihre Weise unter Druck. Über eines war man sich jedenfalls einig: Der Marmorkuchen von Frau Prückler war wirklich ein Traum!
Forum Stadtpark. "Kuchen oder Krümel?" lautete am Mittwoch-Abend die Frage der Kleine Zeitung-Arena im gut gefüllten Grazer Forum Stadtpark. Sie geriet zum Treffen der Grazer Kulturfamilie. Anlass: eine Evaluierung, die für einige Kulturiniativen Veränderungen hinsichtlich der Subventionierung durch die Stadt Graz brachte.
Budgetäre Sachzwänge. "Kultur braucht keine Evaluierung, die Kulturfinanzierung braucht sie", wies Kulturstadtrat Wolfgang Riedler gleich zu Beginn der von Andreas Prückler und Michael Tschida moderierten Veranstaltung auf budgetäre Sachzwänge hin. Diese hatten Riedler veranlasst, das von Werner Miedl übernommene Erbe von 61 Dreijahresverträgen überprüfen zu lassen. Zum Evaluierungsbeauftragten wurde, weil die Zeit drängte, der Wiener Consulter Rüdiger Wischenbart berufen, der diesen Posten schon einmal innehatte.
Zeitdruck. 17.000 Euro kostete die nun heftig kritisierte Studie. Die, wie Wischenbart gerne zugab, tatsächlich "unter großem Zeitdruck" erstellt wurde. Ein Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch den Abend ziehen sollte. Von "Schmarren" sprach Ilse Weber, deren Kunstverein ESC weiterhin einen Dreijahresvertrag hat. Gemeint waren Formulierungen im Evaluierungsbescheid.













