Richter, Staatsanwälte und Politiker trafen bei Fachvortrag in Graz zusammen
So viele Richter und Staatsanwälte sieht man kaum gleichzeitig in einem Gerichtsgebäude, doch am Donnerstag folgten sie scharenweise der Einladung des Präsidenten des Landtages Steiermark Siegfried Schrittwieser.

Foto © Sepp ReinprechtDer leitende Oberstaatsanwalt Dr. Karl Gasser, Oberlandesgerichtspräsident Dr. Heinz Wietrzyk und der Präsident des Landtages Steiermark, Siegfried Schrittwieser, mit dem Gastvortragenden Prof. Dr. Roland Miklau (v.r.).
Gemeinsam mit dem Präsidenten des Oberlandesgerichtes, Dr. Heinz Wietrzyk, und dem leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Karl Gasser hatte Schrittwieser einen Vortrag von Prof. Dr. Roland Miklau, Sektionschef in Rente des Justizministeriums, organisiert, der über "Schnittstellen zwischen Justiz und Gesetzgebung" referierte.
Vorträge. Durch diese Veranstaltung schuf Schrittwieser ein Forum zum Gedankenaustausch zwischen den Experten aus Legislative und Justiz, um mögliche Problemstellungen im Zusammenwirken dieser beiden Ebenen zu erörtern, wie es der Präsident des Landtages Steiermark in seiner Begrüßung zum Ausdruck brachte. Wietrzyk nahm den Ball auf und unterstrich in seinem Einleitungsstatement, dass die Judikative als dritte tragende Säule des Staates Äquidistanz zu Legislative und Exekutive zu wahren habe, jedoch ohne Berührungsängste. Gasser lobte die Veranstaltung als gute Idee, den Dialog abseits der Parteipolitik zu suchen, und würdigte die Verdienste des Vortragenden Miklau, den er als "Vater der Diversion" bezeichnete. Prof Miklau selbst betonte in seinem Gastvortrag die Wichtigkeit von ausgiebigen, gründlichen Begutachtungsverfahren bei der Gesetzwerdung. Zu Beginn seiner hoch interessanten Rede gestand er allerdings ein, ein wenig befangen zu sein, da er bisher trotz zahlreicher Auftritte noch in einem Landtag gesprochen habe.













