Konjunktur: Steirische Unternehmen für 2009 pessimistisch
Die steirischen Klein- und Mittelbetriebe erwarten ein schlimmes erstes Halbjahr. Jeder dritte Unternehmer erwartet sinkende Aufträge und Mitarbeiterzahlen.

Foto © APASteirische Unternehmen galuben nicht an eine positive Konjunkturentwicklung..
Die steirische Industrie hat angesichts wegbrechender Auftragseingänge bereits vor Wochen einen Notruf ausgesendet. Jetzt zieht auch der steirische Mittelstand nach. Die Klein- und Mittelbetriebe sehen ein schlimmes erstes Halbjahr auf sich zukommen, was im aktuellen Konjunkturbarometer der steirischen Wirtschaftskammer seinen Niederschlag findet.
Schlechte Geschäftsentwicklung. Jeder dritte der 800 befragten Unternehmer erwartet eine schlechte Geschäftsentwicklung und einen sinkenden Personalstand. Mehr als 36 Prozent erwarten eine schlechtere Auftragslage. "Von einem Absturz zu sprechen, ist sicherlich keine Übertreibung", sagt Wirtschaftskammerdirektor Thomas Spann. Seit wir das Barometer zur Konjunktur des steirischen Mittelstandes erstellen, war die Situation noch nie so dramatisch", legt Präsident Peter Mühlbacher nach.
Keine Momentaufnahme. Man könne von keiner Momentaufnahme sprechen, ein ähnliches Bild wird uns auch in der nächsten Zeit begleiten", so Spann. Vor allem am Arbeitsmarkt wird die Situation immer angespannter. Schon jetzt melden 16 Prozent der Betriebe einen Überhang beim Personal. In der Baubranche erwarten drei Viertel der Unternehmen einen Geschäftsrückgang und denken daran, Personal abzubauen. "Wir müssen uns auch im Jänner auf einen zweistelligen Zuwachs bei den Arbeitslosenzahlen einstellen, die Arbeitslosenquote könnte die Zehn-Prozent-Marke überschreiten."
Funken der Hoffnung.
Lichtblicke sind kaum auszumachen. "Eigentlich ist in allen Bereichen von Rückgängen bis Einbrüchen die Rede", so Mühlbacher. Einzig in der Sparte Information und Consulting ist noch Optimismus erkennbar. Doch auch das ist so etwas wie ein Symptom der Krise, weil sich die positiven Einschätzungen zur künftigen Ertragslage auch damit erklären lassen, dass Beratungsleistungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stärker nachgefragt werden.
Regionaler Vergeleich. Schattierungen finden sich auch im regionalen Vergleich. Während im Großraum Graz und südlich davon die Erwartungshaltung besonders getrübt ist, ist die Stimmung in der Obersteiermark, insbesondere im Bezirk Liezen, weniger schlecht.
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Jeweils rund ein Drittel der Unternehmen will Personal kündigen und erwartet in den nächsten sechs Monaten eine negative Geschäfts- und Auftragsentwicklung. Diese Daten des "Konjunkturbarometers Steiermark" wurden am Freitag von der Wirtschaftskammer in Graz präsentiert.
















