Visionen fürs harte Pflaster
20 Läden stehen in der Jakoministraße schon leer. Die Talfahrt scheint unaufhaltbar. Die Attraktivierung wird wieder Thema im Gemeinderat.

Foto © Nora KanzlerDie Straße die zum Jakominiplatz führt fristet ein trauriges Dasein.
Zu vermieten - zu verkaufen - Plakatieren verboten" - nein, in den Geschäftsauslagen der Jakoministraße preist man nicht die Sonderangebote des Winterschlussverkaufs an. Hier macht die Kunde von der Hoffnungslosigkeit die Runde. So manches "Zu-Verkaufen-Schild" ist hinterm Glas schon vergilbt. Waren es im Herbst 2007 elf Geschäftslokale, die leer standen, sind es jetzt bereits 20. Fortsetzung folgt.
Trauriges Dasein. Seit Jahren fristet die Einkaufsstraße, die direkt in den meistfrequentierten Platz der Stadt, den Jakominiplatz, mündet, ein trauriges Dasein. Ein Shop nach dem anderen schließt. "Wenn Sie mich fragen, ist es mit der Straße vorbei", sind selbst dem Obmann der Händler-Initiative vor Ort die Visionen im Regal ausgegangen. Antiquitätenhändler Kurt Schramek will sich "mit der Politik am liebsten gar nicht mehr an einen Tisch setzen." Er hat genug von den Ankündigungen, aus denen dann doch nichts werde.
Forderungen. Genug von der Ankündigungspolitik hat auch SP-Gemeinderat Klaus Eichberger, der seit Jahren wieder und wieder von den Wirtschaftsstadträten Aktivitäten zur Attraktivierung eingefordert hat: "Aber nie ist ein Konzept ausgearbeitet und umgesetzt worden."
Quatier im Quatier. Das letzte Konzept von Architekturstudenten sah ein Quartier im Quartier vor: Die Öffnung der Innenhöfe, die teilweise Einfärbung der Straße und eine neue Beleuchtung sollten Hausbesitzer aktivieren, um Impulse zu setzen und Gebäude zu sanieren. Nichts davon wurde realisiert, auch weil die Händler vor Ort nicht mitzogen.
Anfrage. Eichberger stellt am Donnerstag im Gemeinderat die Anfrage an VP-Bürgermeister Siegfried Nagl, welche Aktivitäten er zur Wiederbelebung der Jakoministraße plant. Der SP-Mandatar kämpft weiter darum, die Tram in der engen Straße vielleicht doch nur noch eingleisig zu führen, um Platz für Schanigärten freizubekommen und Verbindungsarkaden zur Klosterwies- und zur Schönaugasse zu schaffen.
















