Feinstaub: 2000 Temposünder mussten zahlen
Graz: Bilanz nach drei Wochen mit Feinstaub-Bremse.
Seit dreieinhalb Wochen sind die elektronischen Überkopfanzeigen auf den Autobahnen rund um Graz aktiv und senken das Tempolimit bei hoher Feinstaub-Belastung auf 100 km/h. Rund 2000 Autofahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeit auf den digitalen Anzeigen gehalten haben, hat die Polizei seither ertappt.
Kontrollen. Insgesamt habe man in den ersten drei Wochen zehn Kontrollen bei aktivem Feinstaub-Tempolimit durchgeführt, verrät Oberst Wolfgang Staudacher von der Landesverkehrsabteilung. "Solche Kontrollen kann man nur spontan machen, weil man vorher nie weiß, wann es ein Tempolimit geben wird." Generell würden sich die meisten Autofahrer aber an die neuen Limits halten, berichtet man bei der Autobahnpolizei Graz-West.
Feinstaub-Hunderter. Seit Jahresbeginn leuchtet der Feinstaub-Hunderter übrigens fast ohne Pause von den Anzeigen. Das liegt daran, dass die Luft-Werte derzeit besonders schlecht sind. "Schuld ist das Wetter", erklärt Andreas Schopper von der steirischen Luftgüteüberwachung. "Im Dezember waren die Bedingungen sehr gut, jetzt ist das nicht mehr so." Wenige Wolken und wenig Wind sorgen dafür, dass sich die Luft im Grazer Becken kaum durchmischt. So dürfte die Lage bis Mitte nächster Woche bleiben. Auf den Autobahnen heißt es also weiterhin: Weg vom Gas.

















