Endlich ist der KAC gefallen
Seit Dezember 2006 mussten die 99ers-Fans auf diesen Moment warten, doch dann wurde der KAC 3:2 bezwungen. 3500 feierten ausgelassen.

Foto © GEPADiesmal hatten die 99ers die Nasen vorne
Um genau 20.13 Uhr war es vollbracht. 3500 entfesselte Fans feierten im Liebenauer Eisbunker den ersten Sieg über den KAC seit 10. Dezember 2006. Doch bis der hochverdiente 3:2-Erfolg über den Tabellenführer endlich feststand, galt es 60 Eishockey-Minuten voller Spannung, Einsatz und Kampf zu durchleben. Adrenalin pur. Man fühlte sich an jene guten alten Zeiten erinnert, als die Gegner noch vor jedem Gang nach Graz-Liebenau zitterten. Die Mannschaft gab alles was sie hatte und die Zuschauer schlossen sich an.
Fehlstart weggesteckt. Dabei hätte die Partie für die 99ers nicht schlechter beginnen können. Zwar gaben die Grazer dem Publikum von der ersten Sekunde an das Gefühl, dass sie unbedingt ins Play-off wollen und auf dem Weg dorthin eben auch der Leader fallen müsse, doch in Führung ging wie so oft der KAC. 5:11 Minuten war die Partie erst alt, als die Scheibe Jeff Shantz nach einem hängengebliebenen Schuss vor die Schaufel fiel und er sie nur mehr ins leere Tor befördern musste. Es war erst der zweite Torschuss der Klagenfurter. Doch es kam noch schlimmer. Im ersten Powerplay der Rotjacken hüpfte der Puck wieder etwas glücklich vor den Schläger von Schneider, der sich nicht lange um das 0:2 (10.) bitten ließ.
Kampf. Eine mehr als kalte Dusche, die von der Gilligan-Truppe aber mit viel Courage weggesteckt wurde. Sie kämpfte weiter um jeden Zentimeter Eisfläche und wurde belohnt. 1:06 Minuten nach dem zweiten KAC-Tor verkürzte Cullen ebenfalls in Überzahl auf 1:2 und in der 14. Minute gelang Kuiper nach tollem Day-Pass schon der viel umjubelte Ausgleich.
Der Wille zum Sieg. Danach war die Partie lange Zeit auf Messers Schneide, beide Teams wollten den Sieg, doch die 99ers wollten ihn etwas mehr. Und schließlich wurde Troy Riddle zum Helden des Abends, als er ein weiteres Powerplay zum 3:2-Siegestor (45.) verwertete. Danach machte der KAC noch mächtig Druck und die 99ers hatten Glück, dass ein Brown-Schuss durch die Schoner von Grumet-Morris, aber auch einen Zentimeter am Tor vorbeirutschte. Am Ende versuchten es die Kärntner noch mit sechs gegen vier (Lange-Strafe), aber ohne Erfolg. Da Laibach und Alba Volan verloren, ist der Play-off-Platz acht vorerst einmal abgesichert.
Features
Match-Fakten
Graz 99ers - KAC 3:2 (2:2,0:0,1:0)
Eishalle Liebenau, 3.500, SR
Berneker
Tore: Cullen (11./PP), Kuiper (14.), Riddle (45./PP) bzw.
Shantz (6.), Schneider (10./PP)
Strafminuten: 14 bzw. 22
Ergebnisse der 41. Runde
Vienna Capitals - VSV 5:2
Linz - Laibach 4:0
Jesenice - Innsbruck 5:2
Alba Volan - Salzburg 2:4














