Sein Lächeln ist die schönste Belohnung
Mark Dutschak aus Rinegg kann wieder gehen. Ein Lichtblick für seine Mutter. Aber Weihnachtsgeschenke kann sie sich für ihn und seine Schwestern nicht leisten.

Foto © APA An der Grazer Uniklinik für Neurochirurgie staunt man über das unerwartet hohe Regenerationsvermögen des siebenjährigen Mark
Die zehnjährige Yvonne ist schon alt genug, um zu verstehen, dass ihr Bruder Mark besonders viel Liebe und Hilfe von der Mama braucht. Sie nimmt sich zurück. Für ihren Bruder. Die vierjährige Sophie aber versteht die Welt nicht mehr, wenn sie ihren geliebten Platz auf Mamas Schoß für ihren Bruder räumen muss. Da fliegt schon einmal der Schnuller quer durchs Zimmer.
Viel Liebe.
Es war schon schwer, als Mark noch im Rollstuhl saß, und es ist auch jetzt noch schwer, seitdem Mark wieder gehen kann (wir berichteten). Mark ist Autist, in sein behütetes Universum dürfen nur seine Mama, Sandra Dutschak, und seine Schwestern, die dabei aber zurückstecken müssen. "Er braucht eben besonders viel Liebe", sagt die 28-jährige Mutter, "aber, wenn er lacht, weiß ich, dass alles richtig ist." Seit September ist Sandra Dutschak Alleinerzieherin, die Beziehung hielt der Belastung nicht Stand. Ihre große Tochter Yvonne ist die einzige, die der Mutter zur Hand geht. Sie spricht wie eine Große, ein Mädchen, das einen Teil seiner Kindheit verloren hat. Mark zuckt mit der Hand und sie weiß, dass er Durst hat. "Da schaut er immer so", sagt sie, während sie ihm das Glas an den Mund hält.
Ebbe am Konto.
Gerade zu Weihnachten wird Sandra Dutschak ihre schwierige Situation bewusst. Am Konto und im Geldbörserl herrscht Ebbe. "Ich habe noch kein einziges Weihnachtsgeschenk für die Kinder." Yvonnes größter Wunsch wäre ein Computer, Sophie freut sich über Spiele, die Geräusche machen und Mark liebt alles, das mit Kugeln zu tun hat. Sie sollten nicht zu klein sein, damit er sie nicht verschlucken kann. Und Mamas größter Wunsch? "Der Führerschein, um mit meinen Kindern einmal einen Ausflug zu machen."
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Fakten
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