Viel Gänsehaut, Marke Mankell
Düsteres Jugendstück im Grazer Next Liberty.
Eisenbahnschienen auf einer verschneiten Brücke bilden die imposante Fluchtlinie auf der Bühne im Next Liberty. Eine düstere, einsame Landschaft hat Alexia Redl für Henning Mankells Angst einflößendes Jugendstück "Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson" geschaffen, ein exemplarisches und beklemmendes Werk über bedingungslose Hörigkeit, die zur Kriminalität führt. Ab und zu blendet grelles Licht das Publikum, wenn der Zug durchrattert und die zwei konträren Freunde "Hasse" Martin Niederbrunner und "Schwalbe" Johannes Hoffmann ihren Nervenkitzel suchen und gemeine Streiche aushecken, die schließlich in Mord münden.
Eiskalte Inszenierung. So frostig die Atmosphäre, so eiskalt inszeniert Michael Schilhan mit einer absoluten Top-Crew (Musik: Maurizio Nobili) dieses tiefschwarze Freundschaftsspiel, das ohne moralische Notbremse von Hörigkeit in Skrupellosigkeit schlittert. Zwischen Erzählung und Schlüsselszenen kommt Gänsehaut auf in dem harten Brocken vom weltberühmten schwedischen Krimiautor (ab 12).
Features
Fakten
"Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson". Von Henning Mankell. Next Liberty, Kaiser-Josef-Platz 10, Graz: 10., 17., 18. 12. bis 29. April. Karten: Tel. (0316) 80 00.
















