Markus Huemer im Artelier Contemporary
Aktuelle Malerei von großer Verführungskraft verspricht die Ausstellung von Markus Huemer.
Der Malerei ist die zweite Ausstellung in den neuen Räumen von Petra Schilchers Artelier Contemporary gewidmet. Nach dem Grazer Michael Schuster ist Markus Huemer Gast im attraktiven Gewölbe.
Kein Neuling. Der Linzer ist kein Neuling im Artelier-Ausstellungs- und Editionsprogramm. "Ich zeichne dir ein unsichtbares Quadrat", behauptete er in dessen Rahmen schon 2005. Seine neuen Arbeiten sind in Weiß, Blau und Schwarz gehaltene Tableaus, in denen der 40-Jährige von Naturformen ausgeht. Bäume, Blumen, Schmetterlinge tauchen als kräftige Konturen vor monochromen Hintergründen auf, treten in den Dienst der Hinterfragung diverser Kunstdiskurse. Nicht zuletzt geht es dabei um den Stellenwert der Malerei in einer von zahllosen anderen Medien belebten Welt. Medien, deren sich der Künstler ebenfalls bedient, immer wieder in Kombinationen.
"Verführung Mindereinsichtsfähiger". "Hätte auch wieder eine gute Ausstellung werden können" hieß eine Solo-Show Huemers im Vorjahr im Wiener Museum moderner Kunst. Die aktuelle Grazer Präsentation nennt der in Linz und Düsseldorf Ausgebildete mit Hang zur Ironie "Verführung Mindereinsichtsfähiger". Und diese ist eine gute Ausstellung geworden. Ob die gezeigten Arbeiten "Ehrliche Bilder" sind oder "Formenporno" (um zwei weitere Huemer-Ausstellungstitel zu zitieren), sei dem Betrachter überlassen.
Features
Fakten
Markus Huemer. Bis 18. 12. Galerie Artelier Contemporary, Graz, Griesgasse 3.

















