Internet-Betrüger sucht weiter nach Opfern
41-jähriger Grazer wurde geprellt, als er Motorrad über Internetplattform verkaufen wollte. Zwei Grazer erhielten die gleichen Schreiben, doch sie waren vorsichtig.
Er nennt sich "Mr. Dan Arnold", kontaktiert offensichtlich jeden Motorradbesitzer, der seine Maschine über ein Inserat auf der Internet-Plattform "1000 PS" verkaufen möchte und schickt immer das gleiche Serien-E-mail: In schlechtem Englisch verfasst, gibt er sich als Händler aus Großbritannien aus, der das Motorrad als Hochzeitsgeschenk für seinen Sohn brauche, der in Italien heiratet.
Weitere Betroffene.
Ein in Graz lebender Bosnier war, wie kürzlich berichtet, auf den Profi-Betrüger hereingefallen, am Donnerstag meldeten sich bei der Kleinen Zeitung zwei weitere Grazer, mit denen "Mr. Dan Arnold" ebenfalls ins Geschäft kommen wollte.
Profi-Betrüger. Richard E. hatte für seine KTM sogar schon einen Scheck bekommen - auf eine weitaus höhere Summe als den vereinbarten Kaufpreis ausgestellt. Die Differenz sollte er an den Spediteur weiter überweisen. Wie bei den anderen Geschädigten wäre der Scheck dann geplatzt, das Geld futsch gewesen. "Ich habe ihn aber nicht eingelöst", betont E., der stattdessen seine Bank bat, nachzuforschen.
Warnung. Erst vor vier Tagen erhielt auch Erich R. das gleich lautende Mail des "Dan Arnold", weitergeleitet von der 1000 PS-Community. Allerdings schon versehen mit einer Warnung der österreichischen Plattformbetreiber: "Hinweis von 1000 PS: Vorsicht vor Scheckbetrügern!" Dann wird detailliert die Vorgehensweise geschildert, der der Bosnier auf den Leim gegangen war. Mit dem Nachsatz: "Daher besondere Vorsicht bei Interessenten, die Kontakt in Englisch aufnehmen."











