Beste Doktorarbeit Europas 2008 kommt aus Graz
Grazer Forscherin erhielt Preis von der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Science".

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Die Doktorarbeit mit dem Titel "Tracing new cell
death pathways" der Grazer Molekularbiologin Sabrina Büttner wurde
von der renommierten US-Wissenschaftszeitschrift "Science" zur besten
Dissertation Europas 2008 gekürt. Das teilte der Wissenschaftsfonds
FWF gegenüber der APA mit. Büttner schrieb die Arbeit im Rahmen des
Nationalen Forschungsnetzwerks "Proliferation, Differenzierung und
Zelltod beim Altern von Zellen" im Bereich Molekularbiologie der
Universität Graz unter der Leitung von Frank Madeo.
Wirkungen von Regulatoren. Büttner und Madeo widmeten sich einem bis dahin wenig verstandenen
Regulator namens EndoG. Dieses Stoff spielt nicht zuletzt bei
alternsassoziierten, degenerativen Erkrankungen eine entscheidende
Rolle. Bei der Aufklärung der Funktionen von EndoG innerhalb der
Zelle stellten sich mannigfaltige und teils sogar gegenläufige
Wirkungen des Regulators heraus. So kann EndoG vor Zelltod schützen,
übernimmt alltägliche Aufgaben beim Zellwachstum, kann aber auch das
programmierte Absterben von Zellen fördern.
Verlauf von Erkrankungen besser beeinflussbar. Als entscheidend für die Wirkung von EndoG hat sich dabei der
Zustand der Mitochondrien - gleichsam der Kraftwerke - in der Zelle
herausgestellt. Kardinale Bedeutung hat der Stoff für die Schicksal
von alternden Zellen, aber auch im Falle von Störungen. So wissen die
Mediziner, dass etwa im Falle von Alzheimer- oder
Parkinson-Erkrankungen verstärkt Nervenzellen absterben. Durch
Modifikation der im Zuge der Dissertation identifizierten Regulation
von EndoG könnte in Zukunft der Verlauf verschiedener,
alternsassoziierter, degenerativer Erkrankungen beeinflusst werden.
Hefe als Modell. Obwohl Büttner ihre Arbeiten an Hefezellen durchgeführt hat,
gelten die Mechanismen etwa in menschlichen Zellen als ähnlich.
Hefezellen lassen sich im Labor besonders leicht manipulieren und
werden daher vielfach als Modellorganismen herangezogen.
Analyse von Mechanismen. Am Forschungsnetzwerk sind neben der Uni Graz auch die
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Uni Salzburg,
die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien, die Medizin-Uni Graz
sowie die Technische Universität (TU) Graz beteiligt. Die beteiligten
Forscher konzentrieren sich auf die Analyse von Mechanismen, welche
Alterungsprozesse steuern.
















