Haus der Architektur: Gebautes Manifest, inspirierender Ort
Das Grazer Haus der Architektur feiert den 20. Geburtstag. Und einen Mitbegründer.

Foto © APADie Ausstellung im Haus der Architektur zeigt Detailzeichnungen des Architekten
Vor zwanzig Jahren wurde in Graz das Haus der Architektur, kurz HDA, gegründet. Als Österreichs allererste Institution ihrer Art. Mittlerweile gibt es in jedem Bundesland entsprechende Nachfolgeinstitutionen.
Widmung. Einer der Mitbegründer war Günther Domenig. Ihm ist aus gegebenem Anlass die Ausstellung "DO!" gewidmet. Sie zeigt erstmals Domenigs Detailzeichnungen zu seinem längst weltberühmten Steinhaus von Beginn der Entstehung Ende der 1970er-Jahre bis zur Vollendung des Gebäudes nach 22 Jahren Bauzeit im Oktober dieses Jahres. Bei der Eröffnung wurde das markante Gebäude am Ossiachersee gleich vom Privatdomizil zum multifunktionellen Kulturzentrum umgewidmet.
"Skeptisch". Die Technische Universität Graz, an welcher der 74-jährige Domenig als Professor ganze Planergenerationen prägte, bespielt das Haus bereits mit Veranstaltungen. Dass sich im Steinhaus "tatsächlich gut arbeiten lässt", bestätigt Architekt Hans Gangoly. "Ich war skeptisch", sagt der Professor für Gebäudelehre an der Grazer TU, "aber die Atmosphäre ist wirklich sehr anregend." Sein Kollege Michael Zinganel schreibt in einem Workshop-Resümee über die inspirierende Kraft des Ortes: "Domenigs Architektur ständig im Nacken, ließ er selbst die jungen Studierenden von heute nicht los."
Haus als Manifest. Diese Architektur lieferte nicht zuletzt das zum Ambiente passende Thema des gemeinsam mit dem Southern California Institute of Architecture Los Angeles organisierten Workshops: "House as Manifesto/Das Haus als Manifest".
Features
Foto

Domenigs Steinhaus am OssiacherseeFoto © APA
















