Ärzte-Nachtbereitschaft unter der Woche ist fix
Land und Ärztekammer haben sich geeinigt.
Ob in der Nacht ein Arzt kommt, wenn man schwer krank ist, hängt derzeit vom Wohnort ab: In allen Bundesländern - außer in der Steiermark und in Tirol - ist die Nachtbereitschaft an Wochentagen geregelt. Auch in Graz ist sie seit Jahren abgesichert, nicht so in den Bezirken - dort beruhte das Angebot unter der Woche bisher auf Freiwilligkeit.
Fixe Bereitschaftsdienste. Nun haben sich das Land Steiermark und die Ärztekammer auf fixe Bereitschaftsdienste unter der Woche geeinigt, sie sollen spätestens ab April 2009 eingeführt werden. Das Land zahlt dafür pro Jahr insgesamt 3,2 Millionen Euro, was pro Nacht eine Entschädigung von rund 150 Euro bedeutet.
Patientenvorsorge. "Ich bin zufrieden, weil es in machen Regionen, in denen es nicht funktioniert hat, ein lang gehegter Wunsch war", zeigte sich Gesundheitslandesrat Helmut Hirt (SPÖ) über die Einigung erfreut. Auch der steirische Ärztekammerpräsident Wolfgang Routil ist zufrieden und sieht "eine gute Grundlage für die kontinuierliche Patientenvorsorge".
85 Dienstsprengel. In der Steiermark wird es 85 Dienstsprengel geben, das heißt 85 Ärzte werden an Wochentagen von 19 bis sieben Uhr früh für Notfälle zur Verfügung stehen. Jeder Arzt könne sich freiwillig melden, so Routil. "Ziel ist es, dass wir sukzessive alle Sprengel damit ausstatten können."















