Gaspreissenkung: Eine Senkung, die keine ist
Erdgas wird in der Steiermark ab Februar um 6,36 Prozent günstiger. Die Senkung komme zu spät und falle zu niedrig aus, so die Experten-Kritik.

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Mehr als bescheiden" - so der Kommentar des Energieregulators E-Control zur am Freitag angekündigten Gas-Tarifsenkung der Steirischen Gas-Wärme und der Energie Graz. Das betreffe sowohl das Ausmaß als auch den Zeitpunkt der Senkung. Ab 1. Februar fällt die Gasrechnung für einen Haushalt mit durchschnittlichem Verbrauch um 6,36 Prozent günstiger aus. "Von einer Reduktion kann da überhaupt nicht die Rede sein. Schließlich schlägt sich die Erhöhung vom 15. November mit mehr als 25 Prozent auf der Rechnung nieder." Die Senkung mache nicht einmal ein Viertel davon aus, so Michael Schmöltzer von der E-Control.
Einstandspreise. Ein weiteres Ärgernis stelle der Zeitpunkt der Senkung dar, die falle "ins letzte Drittel der Heizsaison". Es sei nicht einzusehen, warum die Gas-Tarife nicht sofort abgesenkt werden, so Schmöltzer. "Seit Oktober sind die Einstandspreise für die Gasversorger um gut 40 Prozent gefallen. Die Senkung kommt also nicht nur zu spät, sie fällt auch viel zu niedrig aus." Bei der Energie Steiermark stellt man - "bei einem anhaltend positiven Trend am Weltmarkt" - eine weitere "Anpassung nach unten" in Aussicht. Zudem werde es "voraussichtlich" ab 2009 zu einer Senkung der Netznutzungsentgelte kommen.
Darstellung nicht nachvollziehbar. Nach eigenen Angaben befinde sich die Energie Steiermark mit ihren Preisen österreichweit "im günstigen Mittelfeld". Eine Darstellung, die Schmöltzer nicht nachvollziehen kann. "Die Zahlen in unserem monatlichen Preismonitor sind unbestritten. Und hier zählt die Gas-Wärme eindeutig zu den teuersten Anbietern."
Gas-Bonus. Landeshauptmann Franz Voves spricht im Zusammenhang mit der angekündigten Senkung "von einem Schritt in die richtige Richtung" und verweist zudem auf den Gas-Bonus, der Haushalten bis zu einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden die letzte Erhöhung abgelten soll. Bei der ÖVP spricht man von einer "Mogelpackung" und fordert die "sofortige Rücknahme der gesamten Erhöhung vom 15. November".
















