Distlers "Totentanz" als Memento mori
Hugo Distler erlebte 1939 beim "Fest der Deutschen Chormusik" in Graz mit dem "Mörike-Chorliederbuch" seinen größten Erfolg.

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Das Vocalforum Graz unter Franz M. Herzog präsentierte es nun zum 100. Geburtsjahr des allzu früh verstorbenen Nürnberger Komponisten im Minoritensaal. Der Textverständlichkeit waren aber leider Grenzen gesetzt.
Musik gegen Wort. Im danach aufgeführten "Totentanz" nach dem Barockpoeten Angelus Silesius zeigte sich gar eine Schwäche der Musik gegenüber dem gesprochenen Wort: Nur bei hervorragendster Ausführung hätte sie eine Chance gehabt, mehr als nur nett zu wirken neben so eindringlichen Rezitationen wie durch Albert Hosp (Tod), Martin Löschberger (Männerfiguren) und Nadja Fink (Mädchenrollen). Der potente Satz Distlers "Es ist ein Ros entsprungen" als Zugabe wirkte jedoch über den Chor stark durch sich selbst.















