"EU braucht die Religion als Wertestifter"
Ex-Nationalratspräsident Khol zeigte sich streitbar.

Foto © APAndreas Kohl
"Weniger Kirche, mehr Religiosität", so fasste der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) beim Studientag des Diözesankomitees der Katholischen Organisationen Steiermarks seine These über die Zukunft Europas zusammen.
Wertestifter. Die einzelnen Nationalstaaten, aber auch die Europäische Union selbst würden immer öfters zur Erkenntnis kommen, dass sie Religionen wie das Christentum, das Judentum, aber auch den Islam als Wertestifter brauchen: "Es gibt eine unbändige Sehnsucht im Menschen nach Gott."
EU-Beitritt der Türkei. Ablehnend steht der bekennende Katholik Khol hingegen noch immer dem EU-Beitritt der Türkei gegenüber. Er kämpfe zwar nach wie vor gegen das Kopftuchverbot. Außerdem habe das Land in den vergangenen Jahren "Riesenfortschritte" gemacht. "Aber solange ich nicht mit meinem Trachtenverein problemlos nach Anatolien fahren kann, ist die Türkei für mich nicht beitrittsreif", betonte der Gastredner.

















