Die Freiheiten machen Muratovic gefährlich
Samir Muratovic (32) ist bei Sturm der Denker und Lenker. In der Partie (Samstag, 18 Uhr) gegen Ried möchte er wieder Spaß haben.

Foto © GEPASamir Muratovic
Fünf Tore, zehn Vorlagen in 16 Spielen oder 1366 Spielminuten. Samir Muratovic (er fehlte in der zweiten Runde beim 3:0-Sieg über Mattersburg wegen einer Schulterverletzung) spielt in Hochform. Er tanzt mit dem Ball. Die Gegenspieler können mit seinem Takt selten mit. Muratovic besticht mit perfekter Ballbehandlung, präzisen Pässen und schönen Toren. Er ist der Denker und Lenker bei Sturm.
Spaßfaktor. Wie wichtig er für das Spiel der Grazer ist, hat Franco Foda gezeigt. Der Trainer hat seine eigene Regel missachtet, die besagt: Kann ein Spieler vier Tage nicht trainieren, steht er nicht im Kader, geschweige denn in der Anfangsformation. Im Spiel bei der Wiener Austria dirigierte Muratovic seine Mannschaft nach vier Tagen Pause zu einem 3:1-Sieg, 81 Minuten lang. "Ich wollte nur 30 Minuten spielen. Durch den Spaß auf dem Platz habe ich nicht gemerkt, dass ich eigentlich nicht mehr kann", sagt Muratovic. Der Spaßfaktor ist es auch, der die Mannschaft von Sturm Graz immer wieder zu überraschenden Leistungen treibt.
Keine Neidgesellschaft. "Die Stimmung bei Sturm ist etwas besonderes. Wir sind wie eine Familie. Alle verstehen und helfen sich. Ich muss mich bei meinen Kollegen bedanken. Sie lassen mir auf dem Platz alle Freiheiten. Da komme ich besser zur Geltung", sagt Muratovic. Aber er sei lediglich ein guter Spieler in einer guten Mannschaft. Franco Foda bestätigt den Zusammenhalt innerhalb seiner Truppe und sagt: "Wir sind ein Kollektiv von Spielern mit individueller Klasse." Der Kader ist eine Einheit, ohne Neidgesellschaft. Und dass, ist eine Seltenheit in einem Mannschaftssport. Eine Tugend, die neben harter Arbeit und Können zum Erfolg führt.
Vertrag bis 2011. Erfolg möchte Samir Muratovic noch lange haben, in Graz. "Bleibt die Stimmung so gut, würde ich bis zur Pension gerne hier bleiben", sagt er. Muratovic' Vertrag läuft bis zum Jahr 2011. Die Abwanderungs-Gelüste, die der Teamspieler von Bosnien-Herzegowina noch im Winter hatte, scheinen verflogen. Damals liebäugelte er mit seinem früheren Arbeitgeber Saturn Ramenskoje, aktuell Zwölfter von sechzehn Vereinen in der ersten russischen Liga.
Im Spiel (Samstag, 18 Uhr) gegen Ried will Muratovic wieder Spaß haben. Den hat er dann, wenn seine Assists in weiterer Folge zu Toren führen oder wenn er selbst trifft.
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Kartenverkauf
Die Stadion- kassen in Liebenau sind Samstag ab 9 Uhr geöffnet.
Sturm vs. Ried
Foda erwartet defensiv eingestellte Rieder: "Sie werden mit fünf Mann hinten stehen."
In der Abwehr von Sturm kommt es zu einer Rochade. Für den gesperrten Feldhofer spielt Lamotte, Shashiashvili rückt in die Innenverteidigung.













