Berg- und Abenteuerfilmfestival: Grand Prix Graz an Deutschen
Mit einer "neuen Dramaturgie" für Dokumentationen hat der Deutsche Jan Haft mit "Mythos Wald" den Grand Prix Graz beim 21. Berg- und Abenteuerfilmfestival Samstagabend in Graz gewonnen.

Foto © mountainfilm.comDen Hauptpreis gewann "The Wind Blows Round" von Regisseur Giorgio Diritti und Produzent Mario Chemello
Der Österreicher Gerald Salmina holte sich mit seiner laut Jury "glaubwürdig umgesetzten" Dokumentation über den Überlebenskampf in einer unwirklichen Natur am "St. Elias" die Goldene Kamera in der Kategorie Abenteuer.
"Bei den mittlerweile vielen Dokumentationen, die uns die Welt näher bringen, ist eine 'durchgehende' Handschrift zu erkennen. Man sehnt sich bereits nach einer neuen Dramaturgie", erklärte die Jury. "Mythos Wald" zeige die Richtung eines solchen möglichen neuen Weges. Einfachheit und Klarheit in einem neuen filmischen Rhythmus zeichne den Film aus. Der Preis der Jury wurde hingegen Andy Gregg aus Kanada für "The Last Nomads" zugesprochen: "Der Aufschrei eines fast vergessenen Volkes, den Penan, soll gehört werden".
"Eindrucksvolle filmische Dokumente"
Die Goldene Kamera in der Kategorie Alpine und fremde Kulturen ging an den Irländer John Murray mit seiner Dokumentation "Crossing the Himalaya". Ein "ethnologisch authentisches Zeugnis", das noch Generationen später, wenn diese Kultur in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr existieren wird, als eindrucksvolles filmisches Dokument überdauern wird, meinten die Experten. Volker Barth holte sich als zweiter Deutscher einen Preis beim Festival in Graz: Mit "Pottwal Ahoi!" konnte er sich die Goldene Kamera in der Kategorie "Natur und Umwelt" sichern: "Ein besonders gelungenes filmisches Beispiel an Ausgewogenheit von Kamera, Regie, Grafik, Text und Ton," begründete die Jury ihre Entscheidung.
Die Alpine Kamera in Gold für die Kategorie Klettern in Fels und Eis wurde an Peter Mortimer und Nick Rosen aus den USA für ihren Film "The Sharp End" überreicht: Die Jury sprach dabei von einem "Eintritt in eine neue Dimension des Bergsports". Ein weiterer Preis in der Kategorie Alpine Dokumentation ging an den Russen Vlad Bykov für seinen Film "Russia's Face of K2". Der Film zeige authentisch und glaubwürdig den kollektiven Geist des Zusammenhaltens in einer Welt der Individualität.
Lobende Erwähnung fanden die Franzosen Gilles Chappaz und Raphael Lassablière für "Berhault", die Amerikaner Josh Lowell, Cooper Roberts und Brett Lowell für "Progression", der Schweizer Guido Perrini für "TEN a cameraman's tale", die Deutschen Heinz Greuling und Thomas Weidenbach für "Eco-Crimes: Tibet-Connection" sowie die Serben Lucian und Natasa Muntean für "Journey of a Red Fridge".
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Fakten
Rund 10.000 Besucher strömten in den vergangenen drei Tagen zum 20. Berg- und Abenteuerfilmfestival in den Grazer Congress.



















