Land lässt eine Million Euro für Rotkreuz-Leitstelle springen
LH Voves überraschte bei der feierlichen Eröffnung der Landesleitstelle mit großzügiger Finanzierungszusage.

Foto © Rotes KreuzLH Voves konnte eine gute Nachricht überbringen
Den Bittbrief an Landeshauptmann Franz Voves, den Rotkreuz-Präsident Werner List bereits geschrieben hatte, kann er in der Schublade lassen. Bei der feierlichen Eröffnung der Landesleitstelle des Roten Kreuzes am Freitag in Graz überraschte Voves mit einer Zusage eines Zuschusses über eine Million Euro. Außerdem wird das Land noch eine Jahresmiete in der Höhe von 240.000 Euro berappen.
Mehr Möglichkeiten. "Ich bin begeistert", freute sich ein enthusiastischer Werner List, der mit einer Unterstützung dieses Ausmaßes nicht gerechnet hatte. Die Gesamtkosten von 3,65 Millionen Euro für das Leitstellenprojekt seien nur durch eine sehr enge Budgetierung aufzutreiben gewesen, jetzt habe man mehr Möglichkeiten. Auch der Kauf des gemieteten Gebäudes in der Straßgangerstraße wird erwogen. Trotz der großzügigen Landesförderung ist sich List sicher, dass auch die geplante Erhöhung des "Rettungs-Euros" auf sieben Euro nicht wackelt.
Kompetenzzentrum der Menschlichkeit. Wirtschaftliche Überlegungen waren es auch, die für die Errichtung der Landeszentrale sprachen. Statt 19 Bezirksleitstellen müsse man nur noch eine Leitstelle rund um die Uhr besetzen, man könne die Fahrzeuge besser koordinieren und unnötige Lehrfahrten vermeiden, erklärte List. Derzeit sind Graz und sechs Bezirke angeschlossen, bis 2010 sollen alle Rettungsnotrufe aus der Steiermark in Graz landen. "Das ist aber nicht nur eine Telefon- und Funkzentrale, sondern ein Kompetenzzentrum der Menschlichkeit", so der Rotkreuz-Präsident.
















