"Steirerhörhut": Ein Gamsbart aus Kupferdraht
Witzig, geräuschvoll, unprivat: der "Steirerhörhut".

Foto © KLZ DIGITAL/ScheriauDer Steierhut als künstlerische Installation
Wer heute auf der Straße noch Hut trägt, zieht Blicke auf sich - umso mehr, wenn der Hut sich als künstlerische Installation entpuppt. So wie Anne Wellmers "Steirerhörhut": In die prachtvollen Modelle der Grazer Hutfabrik Josef Kepka hat sie Verstärker, Kopfhörer, Mikrofon eingebaut - und eine Antenne in Form eines kupfernen Gamsbarts.
Landschaft erlauschen. Derart ausgestattet, lässt sich Landschaft erlauschen; Ameisenhaufen, Fließwasser, Gras werden zum akustischen Erlebnis. Und der auffällige Hutträger, der per Mikro Landschaft abhört, wird wie sein Umfeld "unprivater Raum" - so die titelgebende Klammer um sechs Kunstprojekte für öffentliche Orte.
Schallskulpturen. Wellmers' Arbeit fügt sich in die Reihe gelungener Schallskulpturen wie Christian Tschinkels Grazer "Glockenflugbahnen", Hans W. Kochs "Steirerliedzentrifuge" in Gleisdorf, Katharina Klements "Summer" in Schrattenberg und Veronika Mayers akustischer Publikation der Geschehnisse im Kanalnetz von St. Johann im Saggautal perfekt ein.
Mediendesign. Im Jänner präsentieren noch Grazer Fachhochschul-Studenten der Sparte Mediendesign ihre Arbeit. Ab Montag aber heißt es ins Steirische Heimatwerk in Graz eilen, den "Steirerhörhut" entleihen und tüchtig testen. Nicht zuletzt wegen seiner "Grüßgottfunktion": Nimmt man ihn ab, erklingt ein Gstanzl. Schöön!
Features
Fakten
Präsentation: Heimatwerk, Graz, Sporgasse 23, Montag 17.30 Uhr.
















