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    Zuletzt aktualisiert: 19.10.2008 um 19:44 UhrKommentare

    Schießbudenfiguren wider Willen

    Josef Schicklgruber und Thomas Borenitsch, zwei Torleute, die am Samstag einen schwarzen Abend erlebten. Zwei Torleute, die mittlerweile aber bereits wieder lachen können.

    Josef Schicklgruber hatte am Samstag viel zutun

    Foto © GEPAJosef Schicklgruber hatte am Samstag viel zutun

    "Ich bin mir vorgekommen wie in einer Schießbude", sagte der Eine. "Warum habe ich das noch nötig gehabt", dachte sich der Andere. Die Rede ist von Mattersburg-Tormann Thomas Borenitsch und Sturm-Keeper Josef Schicklgruber. Beide Torleute konnten einem beim verrücktesten Fußballspiel der letzten Jahrzehnte in Österreich leid tun.

    Schlecht geschlafen. 6:5 - ein Endstand, über den die zwei am Tag danach aber schon wieder schmunzeln konnten. Ein Spiel, das beide aber nicht so einfach abhaken konnten. "Nein, weil fünf Tore in einer Hälfte habe ich noch nie bekommen", stöhnt Schicklgruber am Tag danach ins Telefon und gesteht im selben Atemzug, dass er eigentlich "am liebsten alles hingeschmissen hätte." So schlimm war es bei Kollegen Borenitsch nicht, wenngleich auch er schlecht geschlafen hat. "Ich habe lange kein Auge zugetan. Normalerweise schau im mir am Abend das Spiel noch einmal an. Darauf habe ich diesmal dankend verzichtet."

    Standpauke. Auf eine Standpauke verzichtet hat Sturm-Trainer Franco Foda beim gestrigen Training. Allerdings wurde das Spiel von Mattersburg genauestens analysiert und auch Präsident Hans Rinner hat ein paar Worte mit der Mannschaft gesprochen. "Es war aber nicht so schlimm", verrät Schicklgruber. Eine Ansprache des Präsidenten hat auch Thomas Borenitsch schon hinter sich. Die gab es ja schon in der Pause dieses unterhaltsamen Abends. Gestern hatten Mattersburgs Spieler frei, erst heute wird trainiert. "Und da wird Martin Pucher wohl noch etwas sagen, das wird nicht ausbleiben", befürchtet der 27-Jährige.

    Keine "Bild"-Story. Positiver blickt Josef Schicklgruber in die Zukunft. "So etwas stecke ich weg, außerdem haben wir ja gewonnen. Gott sei Dank übrigens, denn hätten wird das 5:0 noch aus der Hand gegeben, dann hätte wohl auch die deutsche Bild-Zeitung über unser Malheur berichtet." Diesbezüglich atmete auch Franco Foda nach dem Spielende durch. "Da ich ein deutscher Trainer bin, wäre die Bild wohl auf uns aufmerksam geworden. Ich bin froh, dass meine Spieler das vermieden haben."

    THOMAS PLAUDER

    Zitat

    "In den letzten fünf Minuten bin ich um zehn Jahre gealtert."
    Franco Foda

    Fotoserie

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