Langjährige Beziehung endete vor Gericht: Zwei Grazer verurteilt
Ex-Gastronom und sein Partner gingen mehrmals aufeinander los und verletzten sich. Am Freitag wurden sie in Graz jeweils zu einer einjährigen bedingten Haftstrafe verurteilt. Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Brüche, eingeschlagene Zähne und zuletzt sogar ein Schuss in die Rippen - die Beziehung eines steirischen Paares verlief über Jahre hinweg äußerst turbulent. Schließlich zogen der Grazer Ex-Gastronom und sein deutlich jüngerer Freund nach Guatemala, wo die Situation endgültig eskalierte. Am Freitag trafen sie einander im Straflandesgericht wieder, wo beide wegen Körperverletzung verurteilt wurden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Beziehung. "Wir haben hier eine sehr, sehr traurige Beziehungsgeschichte", meinte die Verteidigerin des Grazers. Der ehemalige Wirt (63) hatte nach einem heftigen Streit auf seinen Freund (42) geschossen und ihn schwer verletzt, nachdem dieser ihm zuvor die Schulter gebrochen hatte. Das alles passierte in Guatemala, wohin der 63-Jährige ausgewandert war. Doch das Zusammenleben der beiden klappte offenbar nie wirklich, denn eine Spur gegenseitiger Körperverletzungen zieht sich durch die gesamte Beziehung.
Gericht. Vor Gericht waren beide geständig, wenn sie auch jeweils etwas andere Versionen vom Tathergang auftischten. "Er hatte kein Geld und ist deshalb bei mir eingezogen", schilderte der Ältere, der nach einer Kopfverletzung durch den Partner nach eigenen Angaben monatelang fast nicht gesehen hat. "Die Verletzungen waren nur Abwehr, weil er immer so provokant war", meinte dagegen der Jüngere.
Urteil. Weil beide erklärten, sie hätten einander mittlerweile verziehen, beließ es der Richter jeweils bei einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr. Der 63-Jährige, der geschossen hatte, muss außerdem eine Geldstrafe von 7.200 Euro zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
















