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Zuletzt aktualisiert: 13.10.2008 um 20:01 UhrKommentare

Vorrang auf dem Schutzweg: Die Zahl der Unfälle steigt an

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Vorrang für Fußgänger muss bleiben, das Gesetz repariert werden.

Straßenverkehrsordnung räumt seit 1994 den Fußgängern absoluten Vorrang ein

Foto © APAStraßenverkehrsordnung räumt seit 1994 den Fußgängern absoluten Vorrang ein

211 schwarze Ballons mit einem weißen Kreuz erhoben sich am Montag Vormittag von der Grazer Hauptbrücke in die Lüfte. Peter Felber (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und Lisa Rücker, Grazer Vizebürgermeisterin, setzten damit ein Symbol für jene 211 Fußgänger, die in den vergangenen zehn Jahren in der Steiermark bei einem Unfall getötet wurden. 35 dieser Unfälle passierten auf einem Schutzweg. Der internationale Verkehrssicherheitstag am Montag war ganz dem Thema Fußgängersicherheit in den Städten gewidmet. Von mehr als 41.000 Verkehrsunfällen in Österreich im Jahr 2007 ereigneten sich 63 Prozent im Ortsgebiet.

Vorrang für Fußgänger. Dabei liegt einiges im Argen. Seit die Straßenverkehrsordnung 1994 den Fußgängern absoluten Vorrang einräumt, sobald sie "erkennbar" einen Schutzweg queren wollen, steigt die Zahl der Unfälle auf Zebrastreifen österreichweit an (eine Ausnahme bildet nur die Steiermark). "Wir wollen nicht, dass sich am Vorrang für Fußgänger etwas ändert, doch muss die gesetzliche Regelung überarbeitet werden", sagt Felber.

Rote Ampel. Das Gesetz derzeit ist nicht deutlich genug. Erschwerend kommt hinzu, dass im Schnitt nur jeder zweite Autofahrer bereit ist, vor einem Schutzweg anzuhalten. Umgekehrt geht jeder dritte Fußgänger bei Rot über die Straße. Entscheidend sei auch die Kommunikation über den Blickkontakt zwischen Lenkern und Fußgehern, merkte die Verkehrsexpertin des Landes, Maria Knauer-Lukas, an.

Viele Schutzwege gehören weg. Felber beklagt zudem die Inflation an Schutzwegen, "viele gehören weg". In der Steiermark werden seit drei Jahren neue Übergänge nur noch nach einer Richtlinie errichtet, in der Frequenz und Sichtbeziehungen eine entscheidende Rolle spielen.

HANNES GAISCH

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211 Fußgänger wurden in den vergangenen zehn Jahren in der Steiermark bei einem Unfall getötet, 35 dieser Unfälle passierten auf Schutzweg.

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