Geschichten aus einer Klein(alm)stadt
Ein kleiner, sehr feiner Abend zu herbst-Beginn.
Eine seltsame Stadt in der Bergregion Colorados. Bonanza hat sieben ständige Einwohner, im Sommer kommen zwei Handvoll Urlauber dazu. That's it.
Flatscreens. Der amerikanische Weiler steht im Mittelpunkt der ersten szenischen Produktion des heurigen steirischen herbstes und hatte am Freitagabend im Theater am Lend Premiere. Der knapp einstündige Abend kommt ganz ohne leibhaftig anwesende Schauspieler aus. Unter einem großen Diorama, in dem Bonanza nachgebaut ist, befinden sich fünf Flatscreens. Auf ihnen entwickelt sich die Handlung, die vom Künstlerkollektiv "Berlin" entwickelt wurde.
Beweggründe. Entwickelt ist wörtlich zu nehmen: "Berlin" brachten die sieben Bewohner Bonanzas zum Reden. Sie schildern ihr Leben, ihre Beweggründe, auf der entlegenen Alm zu wohnen, und auch die Probleme, einen funktionierenden Gemeinderat zu wählen.
Fabelhaftes Panoptikum. Auf diese Art entsteht ein fabelhaftes Panoptikum von Amerikas kleinen Leuten, aber auch ein präzises Röntgenbild der Gesellschaft an sich anhand ihre kleinsten denkbaren Menge. Handwerklich toll gemacht, ist "Bonanza" eine sehenswerte Schnittstelle zwischen Kunst und ganz normalem Leben.
Features
Fakten
Bonanza: Produktion und Regie: "Berlin". Noch am Samstag und am Sonntag, 21.30 Uhr, Theater am Lend. Karten: Tel. (0 31 6) 81 60 70.
















