Alles Bio im Steirerland
Beim Alpe Adria Biofest zeigt die heimische Biowirtschaft am Freitag und Samstag, was sie zu bieten hat. Weil die Steirer auch in Zeiten der Teuerung auf Bio setzen.

Foto © APABiologischer Anbau punktet in Österreich
Styria-Beef, Wein und Mehlspeisen; serviert im Takt von steirischer Volksmusik. Zwei Tage lang verwandelt sich der Grazer Hauptplatz in einen großen Bauernmarkt. Das Besondere daran? Alles ist bio! Zum 14. Mal lädt die Bio-Ernte-Austria heuer zum Alpe-Adria-Biofest, um eine Leistungsschau heimischer Biospezialitäten bieten zu können. Freitag von zehn bis 20 Uhr und Samstag von neun bis 17 Uhr werden die Gäste am Grazer Hauptplatz kulinarisch und akustisch verwöhnt.
Bio. Josef Renner von der Bio-Ernte Steiermark begründet das Fest: "Wir wollen auf die heimische Bioszene aufmerksam machen." Und diese entspricht laut Renner durchaus dem Trend. "Der Biomarkt wuchs in den letzten Jahren kontinuierlich." Das bestätigt auch Nicole Berkmann von Spar Steiermark: "Aufgrund der starken Nachfrage erweitern wir unser Sortiment stetig. Mehr als 400 Bioprodukte sind mittlerweile in den Regalen." Und das, obwohl Bioprodukte teurer sind als konventionelle Produkte. Die Erklärung ist für Berkmann klar: "Menschen, die sich für Bioprodukte interessieren, sind auch in Zeiten der Teuerung bereit, mehr auszugeben." Eine Erfahrung, die auch Toni Hubmann vom Biobetrieb Toni´s Freilandeier gemacht hat. Obwohl die Eierproduktion im Vorjahr aufgrund der Preissteigerung bei Futtermitteln um 17 Prozent teurer geworden ist, gibt es bei ihm keine Umsatzeinbußen.
Biobetriebe. 3190 Biobetriebe gibt es in der Steiermark und immer wieder entschließen sich Bauern, auf Bio umzusteigen. So auch Hannes Schaffler, der seinen Obstbaubetrieb vor 14 Monaten umgestellt hat: "Momentan wird jeder zweite Bioapfel, der in Österreich verzehrt wird, importiert. Da braucht es doch Bauern, die etwas dagegen tun." Doch einfach ist es nicht. Zusatzkosten für die Umstellung und ein Ertragsrückgang von 25 Prozent belasten das Budget. "Und man darf die Ware erst zwei Jahre nach Umstellung zum Biopreis verkaufen." Bereut hat Schaffler den Umstieg dennoch nicht. "Es ist schön als Bauer wieder den Weg zurück zur Natur zu finden."
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Fakten
3190 Biobetriebe gibt es in der Steiermark, das sind zehn Prozent aller Betriebe. Sie bearbeiten 50.871 Hektar landwirtschaflich Fläche. Über 40 Millionen Liter Biomilch und rund 10.000 Biorinder kommen jährlich auf den steirischen Markt.
















