Constantin Lusers "Vibrosaurus" tönt im Augarten Contemporary
Ausstellung "Handlungswolken" präsentiert Arbeiten des Grazer Künstlers Constantin Luser - 11. September bis 14. Dezember.

Foto © Herwig HeranDer "Vibrosaurus" war auch vor dem Katerloch im Bezirk Weiz installiert
Großformatige Zeichnungen, Bilder, eine begehbare Installation und den fast zehn Meter langen "Vibrosaurus" umfasst die Ausstellung "Handlungswolken", die im Augarten Contemporary von 11. September bis 14. Dezember gezeigt wird. Für Künstler Constantin Luser ist die Zeichnung die Basis des kreativen Prozesses: "Die Zeichnung macht alles möglich, sie ist ein super Medium, weil sie klar, linear und hoch transparent ist. Beim Zeichnen gibt es keine Limitation, da verweile ich lange im Ideenfindungsprozess", sagte er heute, Mittwoch, bei einem Ausstellungsrundgang.
"Vibrosaurus".
Im Mittelpunkt der Schau steht der aus einer Zeichnung hervorgegangene "Vibrosaurus", der einem Dinosaurier nachempfunden ist. Luser verwendete für seine Skulptur Messingrohre von Trompeten, Posaunen, Tuben und Waldhörnern. So ist ein Klangkörper entstanden, der von bis zu 30 Personen bespielt werden kann. "Die ersten Dinosaurier wurden im 19. Jahrhundert entdeckt, der 'Vibrosaurus' ist ein neuer Sensationsfund aus der Steiermark", so der Grazer Künstler. Es gebe viele Möglichkeiten, die Skulptur zu bespielen, etwa bei einem Trompetenfestival. Im Augarten Comtemporary improvisiert das Ensemble 3000 von der Universität für Musik in Wien am 12. November auf dem "Vibrosaurus".
"Augenfahrt".
Selbst aktiv werden kann der Besucher bei der Installation "Augenfahrt", für die Luser den Innenraum eines schwarzen Kubus mit UV-Stift-Zeichnungen bedeckt hat. Um die Werke sichtbar zu machen, muss der Betrachter die Flächen mit einer Schwarzlichtlampe beleuchten.
Hochinteressante Persönlichkeit.
"Constantin Lusers Zeichnungen sind geprägt von Präzision und Akribie in der Linienführung", sagte die Direktorin des Belvedere, Agnes Husslein-Arco. Luser sei eine hochinteressante Persönlichkeit, seine Bilder und Zeichnungen seien ein Diagramm seines Lebens und seiner Psyche. "Ich beobachte Constantin schon lange, das erste Mal bin ich im Jahr 2003 bei der Installation für das Grazer Posthaus auf ihn aufmerksam geworden. Mich fasziniert die Verbindung von Zeichnungen und Malerei, die seinen Bildern Tiefe und Komplexität verleiht," so Husslein.
Preis.
Luser ist der erste Gewinner des mit 20.000 Euro dotierten Boston Consulting & Belvedere Contemporary Art Award, der seit 2007 alle zwei Jahre in Österreich verliehen wird.
















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