Pralles Leben in Österreichs früher Musik
"Musica Florea" bei den Schlosskonzerten.

Foto © Musica Florea"Musica Florea" bei den Schlosskonzerten
Am heiklen Verhältnis von Stiltreue zu lebendiger Darstellung alter Musik scheitert so manches Originalklangensemble. Nicht so "Musica Florea" mit seinem Cellisten und Leiter Marek Sÿtryncl. Das Leben und die heitere Lässigkeit, die die Tschechen in den Abend im Schloss Eggenberg trugen, muss man öfters vermissen.
Präzises Spiel. Sonaten des 17. Jahrhunderts vom Wiener Hof (Johann Heinrich Schmelzer) und vom erzbischöflichen Hof in Kremsier (Mähren) standen auf dem Programm. Stilsicheres und präzises Spiel war den Streichern Ehrensache, im Ausdruck ging es weit darüber hinaus: Deutlich fühlbar wurde, dass am Anfang der eigenständig österreichischen Musik keine farblosen Perückenträger, sondern kunstreiche Menschen aus Fleisch und Blut standen - das gilt auch für den Schlesier Philipp Jakob Rittler, den es nach Graz und Kremsier verschlagen hatte. So klagten diesmal die "Verwundten Musquetirer" in Heinrich Bibers "Battalia" nicht nur vage angedeutet, sondern (fast) wirklich.
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Radio Steiermark: 7. 9., 20.04 Uhr.














