Ausstieg ist kein Abstieg
Das Ausscheiden im Europacup schmerzt. Sturm-Trainer Franco Foda zieht dennoch eine positive Bilanz, sieht seine Truppe im Aufwind.

Foto © GEPAFranco Foda ist mit seiner Mannschaft trotz des Ausscheidens zufrieden
Feuchte Augen, hängende Köpfe, die Blicke auf den Boden gerichtet. Die Niedergeschlagenheit nach dem Aus des Europa-Traums war Spielern und Trainern des SK Sturms direkt nach dem verlorenen Elfmeterschießen anzusehen. Tags darauf durften sich die glücklosen Protagonisten noch einmal kurz ärgern. Die siegreichen Züricher treffen in der ersten Runde des Uefa-Cup-Hauptbewerbs auf den AC Milan. Dies wäre sowohl sportlich als auch wirtschaftlich ein Traumlos gewesen.
Europacup-Bilanz. "Wir sind enttäuscht, weil Zürich in unserer Reichweite gelegen war. Bewertet man aber alle sechs Spiele, haben wir viel erreicht. Gegen Zürich hat uns das entscheidende Quäntchen Glück gefehlt. Aber Fußball ist eben kein Wunschkonzert", fällt das Europacup-Resümee von Trainer Franco Foda durchaus positiv aus. Sechs internationale Spiele ohne Niederlage zeugen von Qualität. Und dies von einer Mannschaft, die das erste Jahr in dieser Besetzung zusammenspielt.
Finanzen. Wirtschaftlich ist das Aus kein Beinbruch, weil Sturm die internationalen Einnahmen ohnehin nicht budgetiert hatte. Allerdings: "Jetzt müssen wir wie bisher brav und ordentlich weiterarbeiten", sagt Sturms Finanz-Vorstand Christian Jauk.
Transfer. Mit dem Einzug in den Hauptbewerb wäre eine Verpflichtung des 1,97 m großen Stürmers Edin Salkic (19) kein Problem gewesen. Jetzt heißt es bis zum Transferschluss am Sonntag weiterverhandeln.
Meisterschaft. Am Freitag wurde noch getrauert, ab Samstag gilt die ganze Konzentration wieder der heimischen Meisterschaft. "Wir werden am Sonntag in Ried wieder eine gute Arbeit machen", ist Foda von seiner Truppe überzeugt. Dass der eine oder andere durch das Aus psychisch angeschlagen ist, glaubt der Trainer nicht und erinnert: "Fußball ist ein Tagesgeschäft."
Fans. Lob vom Trainer gab's auch für die Anhänger: "Die Stimmung im Zürich-Spiel erinnerte mich an die alten Champions-League-Zeiten. Beeindruckend, wie die Fans hinter der Mannschaft stehen." Die Anhängerklubs distanzieren sich übrigens von jeglicher Art von Schmierereien. Dies seien leider Trittbrettfahrer, heißt es.
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Die Enttäuschung der Spieler war großFoto © GEPA













