Zürich hat Sturm-Sorgen
Sturms Uefa-Cup-Gegner FC Zürich plagen vor dem Hinspiel am Donnerstag Angriffssorgen. Der Sportdirektor freut sich aber trotzdem.

Foto © Montage: Reuters/GEPAFranco Foda und Bernard Challandes
Sportlich, so war man sich in der Schweiz einig, hat der FC Zürich im Uefa-Cup mit Sturm das schwerste Los der Gruppe gezogen. Sportdirektor Fredy Bickel jubelt trotzdem über das Duell. Der 43-Jährige kennt Sturm und Graz aus seiner Zeit als Uefa-Delegierter. "Ich habe Sturm in der Champions League betreut. Das war eine wunderbare Zeit. Ein Dress von Hannes Reinmayr erinnert mich an damals." Noch heute hat Bickel Kontakt zu Weinbauern in der Steiermark, wollte sogar seinen Weihnachtsurlaub in Graz verbringen und ein STS-Konzert besuchen. "Aber leider wurde das Konzert abgesagt, daher bin ich dann zu Hause geblieben."
Stürmer-Sorgen.
Für das Match am Donnerstag im heimatlichen Letzigrund-Stadion erhofft er sich einen Sieg. "Am besten mit zwei Toren, auf alle Fälle aber ohne Gegentor." Das Sorgenkind der jungen Mannschaft um den impulsiven Trainer Bernard Challandes, der zum Stressabbau an der Seitenlinie jetzt stets einen Schaumstoffball knetet, ist der Angriff. Der FC bevorzugt ein 4-2-3-1 System mit nur einem echten Stürmer. Just der torgefährlichste Mann, Alexandre Alphonse, ist aber oft verletzt, hat heuer erst 45 Matchminuten in den Beinen und ist für Donnerstag fraglich. Dahinter werken Admir Mehmedi, Silvio und Emra Tahirovic. "Mehmedi ist noch sehr jung, die anderen haben ihren Rhythmus noch nicht gefunden", bereitet Bickel die Offensive Kopfzerbrechen.
Qualitäten.
Spielerisch schätzt der Sportdirektor seine Mannschaft etwas stärker als die Grazer ein. Trotz ihrer Jugend bringt die Elf sehr konstante Leistungen "Sturm hat dafür andere Qualitäten wie Kampfbereitschaft und Organisation." Egal wie es ausgeht, Fredy Bickel freut sich schon wie ein Schneekönig auf das Retourspiel.













