Ein überzeugter Großkoalitionär feierte Geburtstag
Die Feier für VP-Legende Franz Wegart war ein Stelldichein der Prominenz.

Foto © LeodolterFranz Wegart wurde zum 90er gratuliert
Eine friedliche Atmosphäre, die in turbulenten politischen Zeiten selten ist, prägte die Feier zum 90. Geburtstag der steirischen ÖVP-Legende Franz Wegart. Weggefährten aus allen Lagern nickten in der Aula der Alten Universität ernst, als der Veteran vieler großer Koalitionen die Bereitschaft einmahnte, "den Kompromiss zu kultivieren".
Gastgeber Hermann Schützenhöfer, der politische Ziehsohn des Jubilars, zeichnete launisch den Werdegang Wegarts vom Buben, der bei der Großmutter in Neudörfl bei Radkersburg aufwuchs und zu einem der Großen der Steiermark aufstieg. Bei so einem Anlass ist die Anwesenheit der Prominenz Pflicht. Der tief gläubige Wegart saß zwischen Bischof Egon Kapellari und dem evangelischen Superintendenten Hermann Miklas. Waltraud Klasnic ließ sich das Halstuch von der früheren SPÖ-Landesrätin Anna Rieder richten, SPÖ-Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser wurde überrascht, als Wegart ihm ein wahrhaftiges Männerbusserl aufdrückte. Josef Krainer vernahm ernst Wegarts Worte der Hochachtung für seinen Vater, einst Vorbild des Jubilars.
Politische Gräben, die es wieder zu geben scheint, spielten bei dem Festakt keine Rolle. Einstige SPÖ-Größen wie die Landesräte Hans Bammer oder Sepp Gruber genossen die Atmosphäre, gleichfalls FPÖ-Veteranen wie German Vesko oder Peter Schinnerl sowie der Rot-Grüne Martin Wabl.
Dankeswort. Ein typisches Geschenk machte Wegart den Gästen in seinem Dankeswort. Mit soldatischer Präzision hielt er sich an eine seiner Prinzipien: "Du darfst über alles reden, nur nicht über 20 Minuten."

















