Parkscheinautomaten manipuliert: 22-Jähriger geschnappt
Geldboxen manipuliert und Geldscheine in eigene Tasche kassiert. Schulden als Motiv.

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Den Magistratsbeamten vom Referat für Parkraumbewirtschaftung war Ende Mai das erste Mal aufgefallen, dass in den Geldboxen der aufgestellten Parkscheinautomaten Geld fehlte. Ein Vorfall, der sich in den nächsten Wochen mehrmals wiederholen sollte. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert, die Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes nahm die Ermittlungen auf. Und hatte bald Erfolg.
Position ausgenutzt. Ein 22-jähriger Angestellter jenes Sicherheitsunternehmens, das für die Befüllung der Parkautomaten zuständig ist, hatte seine Position ausgenutzt und selbst fleißig in die Geldkassetten gegriffen. Innerhalb von nur zwei Monaten - genau so lange war der Mann für diese Tätigkeit zuständig - verschwanden so mehr als 6000 Euro aus insgesamt 22 Geldboxen. Nach seiner Ausforschung zeigte sich der Security-Mann voll geständig: Er hätte nach einem Hausbau hohe Schulden, gab er als Motiv für die Tat an. Seinen Job ist er jetzt wohl los, außerdem wurde er wegen gewerbsmäßigen Diebstahls der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Kriminalistische Kleinarbeit. Ausgeforscht werden konnte der 22-Jährige, der seit zwei Jahren bei der Security-Firma arbeitet, durch kriminalistische Kleinarbeit. Die Polizeibeamten hatten zuerst die zugriffsicheren Geldboxen untersucht, dabei aber keine Manipulationen festgestellt. Erst eine genaue Untersuchung durch die Spezialisten der Kriminaltechnik wurden minimale Abriebspuren am Schließmechanismus einer Box festgestellt.
Observation. Deshalb wurden mehrere Parkscheinautomaten observiert - und der Security-Mann wurde schließlich dabei beobachtet, wie er mit einem Drahthaken den Schließmechanismus einer der Geldboxen blockierte und so durch den Spalt hineinlangen und Geld entnehmen konnte. Da gab es für den 22-Jährigen aus dem Bezirk Graz-Umgebung kein Leugnen mehr. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.














