Weiterer erfundener Raubüberfall in Graz aufgedeckt
Zwölfter Fall in diesem Jahr. 35-Jähriger erstattete am selben Tag zwei unterschiedliche Anzeigen.
Die Serie fingierter Raubüberfälle in Graz geht weiter: Ein 35-jähriger Mann hatte nach Angaben des Stadtpolizeikommandos vom Montag im Frühjahr zweimal am selben Tag bei unterschiedlichen Dienststellen als vorgebliches Raubopfer Anzeige erstattet. Nach Polizeiangaben handelt es sich bereits um den zwölften Fall im heurigen Jahr, bei dem sich ein räuberischer Überfall als vorgetäuscht aufgedeckt werden konnte.
Mitternacht. Am 21. März abends hatte der 35-jährige Grazer bei der Polizeiinspektion Riesplatz angeben, von zwei unbekannten Tätern in der Mariatrosterstraße niedergeschlagen und seiner Weste, Geldbörse und Jacke beraubt worden zu sein. Gegen Mitternacht des selben Tages erstattete er - diesmal bei der Polizeiinspektion Hauptbahnhof - eine weitere Anzeige: Drei unbekannte Täter hätten ihn geschlagen und seine Jacke und Geldbörse geraubt. Im Zuge von Ermittlungen gelang es nun Beamten des Kriminalreferats nachzuweisen, dass der Raubüberfall bzw. die beiden Überfalle frei erfunden worden waren.
Überfälle. Vergangenen Donnerstag wurde der Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, ausgeforscht und befragt. Er zeigte sich geständig und gab als Motiv an, zum Zeitpunkt der erfundenen Überfälle durch übermäßigen Alkoholkonsum zu Sturz gekommen zu sein. Er wollte nicht als Trunkenbold dastehen, sondern erhoffte sich Mitleid, so seine Begründung. Der Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt.















