Trotz Streiks Versorgung gesichert
2000 niedergelassene Ärzte streiken am Montag in der Steiermark. Aber Bereitschaftsdienst und Spitäler sind gerüstet.

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Am Montag machen die Ärzte ernst: Aus Protest gegen die vorgesehene Gesundheitsreform hat die Österreichische Ärztekammer beschlossen, sämtliche Ordinationen von praktischen Ärzten und Fachärzten am 16. Juni geschlossen zu halten. Sechs Fragen für den Fall eines Ernstfalls am Streiktag:
1.Was bedeutet der Ärztestreik für die steirische Bevölkerung?
ANTWORT: Die steirische Ärztekammer erklärt, dass durch den Schließungstag für die Patienten zwar Unbequemlichkeiten entstehen können, die Versorgung der Bevölkerung aber auf jeden Fall sicher gestellt ist. Sie wird wie an jedem normalen Wochenende oder an einem Oster- bzw. Pfingstmontag ablaufen: In allen 94 steirischen Dienstsprengeln stehen Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin bereit, in Graz wird der Ärztenotdienst den ganzen Tag über mit vier Ärzten besetzt sein, die auch Hausbesuche machen.
2.Was ist zu tun, wenn plötzlich eine Schmerzattacke einsetzt oder ein kleines Kind hoch fiebert?
ANTWORT: Der Ärztenotdienst ist unter der Telefonnummer 141 erreichbar. Auf der Internet-Homepage der Ärztekammer ist nachzulesen, welche Ärzte in welcher Region den Notdienst absolvieren (www.aekstmk.or.at). Oder noch einfacher: Hören Sie telefonisch das Tonband Ihres Hausarztes ab, dort erfahren Sie ebenfalls, wer der nächste diensthabende Arzt ist. Auch das Fachärztezentrum der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse in Graz ist ganz normal geöffnet ebenso wie alle Krankenhäuser des Landes.
3.Was macht man, wenn starke Zahnschmerzen auftreten?
ANTWORT: Ganz normal zum Zahnarzt Ihres Vertrauens gehen - die Zahnärzte streiken morgen nicht, deren Standesvertretung ist der Meinung, dass der Gesetzesentwurf "noch so unausgereift ist, dass er nicht ausreicht, um bestreikt zu werden", erklärt Michael Ruckenstuhl von der steirischen Zahnärztekammer.
4.Was macht man bei Akutfällen wie einer Herzattacke?
ANTWORT: Das, was man sonst auch macht: Notdienst (Tel. 141) oder Rettung (Tel. 144) anrufen.
5.Wird es in den Ambulanzen der Krankenhäuser lange Wartezeiten geben?
ANTWORT: Die Besetzung der Ambulanzen wird möglichst hoch sein, aber Wartezeiten sind wahrscheinlich. Wer kein akutes Problem hat, sollte lieber am Dienstag zum Arzt gehen.
6.Streiken auch die Angestellten der Ärzte?
ANTWORT: Die morgen streikenden Ärzte müssen ihre Angestellten selbstverständlich normal weiter bezahlen. Auch kann niemand zu einem unfreiwilligen Urlaubstag gezwungen werden.
Features
Gesundheits-Reform
Fakten
Am Streiktag wird alles wie an ganz normalen Sonn- und Feiertagen sein, erklärt die Ärztekammer: In allen 94 steirischen Dienstsprengeln stehen für Notfälle praktische Ärzte bereit,in Graz wird der Ärztenotdienst mit vier Ärzten besetzt sein, die auch Hausbesuche machen.
Tonband des Hausarztes abhören, welcher Arzt Dienst hat.
Ärztenotdienst: Tel. 141















